Intel stellt erste 45-nm-Prozessoren vor

Am 12. November 2007 ist es soweit. Intel stellt die ersten seriengefertigten 45-nm-Prozessoren vor. Bereits bei der Einführung der Core-Mikroarchitektur vor drei Jahren hatte Intel verkündet, jedes Jahr abwechselnd eine neue Mikroarchitektur und einen neuen Herstellungsprozess zu verwirklichen.

Ergo folgt nach dem Core-2 in diesem Jahr eine Strukturverkleinerung. Intel hielt sein Wort und einher mit der Strukturverkleinerung von 65 auf 45 nm für die Penryn-Prozessoren kommt das neue High-k/Metal-Gate-Herstellungsverfahren, das die Leckströme und damit den Ruhestrom in den Transistoren auf ein Fünftel senkt. Beim High-k/Metal-Gate-Verfahren werden die Transistoren durch Einführung eines Dielektrikums mit hohem k-Wert und einer Metallschicht am Gate modifiziert. Anhand dieser Fertigungstechnik ist der Chip um etwa ein Drittel kleiner geworden. Gleichzeitig ist die Zahl der Transistoren von 293 auf 410 Millionen angewachsen.

Ein großer Teil der zusätzlichen Transistoren und des Leistungszuwachses geht auf das Konto des größeren Level-2-Caches, der von 4 auf 6 MByte vergrößert wurde. Weiter wurden auch noch 47 neue SSE4-Befehle für die Beschleunigung von Multimedia-Applikationen implementiert. Der Chip wird sowohl für Mobil- als auch für Desktop-/Serverprozessoren eingesetzt. Dies ist durch Einstellen der Transistor-Arbeitspunkte realisierbar. Die Mobil-Prozessoren verfügen obendrein noch über eine Stromsparfunktion, die bei den Desktop-Prozessoren deaktiviert ist. Bei der neuen Penryn-Prozessor-Reihe hat Intel einen zusätzlichen Deep-Power-Modus eingeführt, bei dem der Leerlaufstrom nahe Null ist.

Der erste 45-nm-Prozessor ist der Vier-Kern-Prozessor Core-2-Extreme-QX9650 mit einer Taktfrequenz von 3,0 GHz und FSB 1333. Sein Preis soll 999 Dollar ab einer Bestellmenge von 1000 Stück betragen.

Eine ausführliche Darstellung über den Herstellungs-Prozess und den Stromfluss in den Transistoren finden Sie in der nächsten Elektronik-Ausgabe (5/2007).