Intel ordnet F&E in Europa neu

Der Chipkonzern will die Arbeit seiner 800 Entwicklungsingenieure in Europa neu regeln. Damit soll die interne Arbeit sowie die Kommunikation mit Politik und Universitäten besser werden.

Unter dem Namen Intel Labs Europe (ILE) sollen die Forschungsaktivitäten von Intel in Europa verwaltungstechnisch unter ein Dach gebracht und koordiniert werden. Bisher wurde die Arbeit der verschiedenen europäischen Intel-Zentren nicht von einer Stelle aus gesteuert. Sitz des ILE wird München und Leixlip in Irland sein. Vorsitzender der Intel Labs wird Martin Curley.

Diese beiden Koordinationszentren sollen den Kontakt zu Politikern und Universitäten in der Region pflegen. Außerdem sollen die internen Intel-Forschungsprojekte besser gesteuert werden. Das kann bedeuten, dass bestimmte Projekte rationalisiert werden aber auch, dass neue Projekte oder sogar neue Forschungszentren geschaffen werden. So will sich Intel zum Beispiel an neuen Forschungsprojekten mit der Universität des Saarlandes oder dem Software-Unternehmen SAP beteiligen.

Forschungszentren von Intel gibt es etwa bereits in Braunschweig, Köln, Barcelona und Danzig (Gdansk). Außerdem ist Intel an mehreren Partnerschaften mit Universitäten und Forschungseinrichtungen wie etwa dem belgischen IMEC, dem französischen CAE Leti oder dem Fraunhofer Institut beteiligt.