Intel: EU-Strafe verhagelt Bilanz

Besser als erwartet haben sich im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn des Prozessorherstellers Intel entwickelt - wenn da nicht die EU-Strafe wäre.

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im zweiten Quartal die Markterwartungen deutlich übertroffen. Der Umsatz ging »nur« um 15 Prozent auf 8 Mrd. Dollar zurück, erwartet wurde ein Umsatz zwischen 7 und 7,5 Mrd. Dollar. Dabei wurde ein Gewinn von 1 Mrd. Dollar erwirtschaftet.

Laut Intel-CFO Stacy Smith hat die Nachfrage für private Computer besonders in Asien deutlich zugelegt, während das Firmengeschäft nach wie vor schwächelt. Dies wird sich nach Intels Vorhersagen auch im zweiten Halbjahr 2009 nicht ändern. Bestätigt wird dies auch durch eine Studie des Marktforschungsinstituts iSuppli: Erstmals nach Platzen der Internet-Blase 2001 werden demnach die PC-Verkäufe 2009 um vier Prozent auf 287 Millionen zurückgehen.

Dank der Wettbewerbsstrafe der EU-Kommission in Höhe von 1,45 Mrd. Dollar, die im Mai auf Drängen von AMD verhängt worden war, verbuchte Intel unter dem Strich einen Verlust von 398 Mio. Dollar. Intel hat jedoch vor, gegen die EU-Entscheidung Einspruch einzulegen.