Infineon: Umsatz stagniert, Verlust bleibt

Infineons Umsatz lag im dritten Quartal bei 1,97 Mrd. Euro gegenüber 1,99 Mrd. Euro im Vorquartal, bedingt durch geringere Umsätze in den beiden Logiksegmenten, die nicht vollständig durch gestiegene Umsätze von Qimonda, dem Speichergeschäft des Unternehmens, ausgeglichen wurden.

Der Konzernfehlbetrag lag im dritten Quartal bei 23 Mio. Euro im Vergleich zu einem Konzernfehlbetrag von 26 Mio. Euro im Vorquartal, im Wesentlichen verursacht durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der Ausgliederung von Qimonda und durch Wertberichtigungen auf Steuern.

Das Ebit stieg auf 49 Mio. Euro von 28 Mio. Euro im Vorquartal, vor allem wegen des besseren Ergebnisses für Qimonda. Im Ebit ist ein Verwässerungsgewinn von 30 Mio. Euro aus dem Börsengang der Inotera Memories, Inc. enthalten, der nahezu vollständig durch Wertminderungen und Restrukturierungsaufwendungen ausgeglichen wurde.

»Wir sind mit der generellen Entwicklung des Ebits im dritten Quartal zufrieden«, sagte Infineon-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Ziebart. Während das Ebit im Segment »Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket« nach dem außergewöhnlich guten zweiten Geschäftsquartal wieder übliche Werte erreicht habe, sei das Ebit im Segment Kommunikationslösungen durch Restrukturierungsaufwendungen und die schwache Entwicklung im Geschäft mit Mobilfunk-Lösungen beeinträchtigt worden. Qimonda habe erneut verbesserte Ergebnisse vorgelegt.

Für das vierte Quartal 2006 erwartet Infineon steigende Umsätze, insbesondere auf Grund von Produktlieferungen an neue Kunden im Segment Kommunikationslösungen. Man gehe davon aus, dass der Umsatz im Segment Automobil-, Industrieelektronik und Multimarket leicht steigen wird. Auch das Ebit werde für das Nicht-Speichergeschäft im vierten Quartal gegenüber dem dritten Quartal voraussichtlich steigen, im Wesentlichen begründet durch höhere Umsätze im Segment Kommunikationslösungen.