Infineon koordiniert europäisches Forschungsprojekt SmartPM

Infineon Technologies und 17 europäische Partner aus Wirtschaft und Forschung haben das Forschungsprojekt SmartPM (Smart Power Management in Home and Health) gegründet.

Ziel des Projekts ist es, die Verschwendung von elektrischer Energie in Haushaltsgeräten, in Netzteilen und in medizinischen Geräten auf ein Minimum zu begrenzen. Unter Projektleitung Infineons arbeiten die Forschungspartner daran, hier den Stromverbrauch ohne Einbußen der Leistungsfähigkeit um bis zu 25 Prozent zu senken.

Neue Halbleitertechniken

Im SmartPM-Projekt arbeiten die beteiligten Unternehmen an der Entwicklung von Systemarchitekturen, Leistungsmodulen und Designkonzepten für Schaltkreise, was die Arbeit an Chipsätzen, am Chipspeicher, Power-Management und an speziellen Treiber-ICs umfasst. Weiter entwickelt werden Halbleitertechniken auf Basis von Silizium, Silicon-on-Insulator (SOI) und Siliziumkarbid (SiC). Dabei visieren die Partner unterschiedliche Spannungsbereiche an: von der Niederspannung (bis zu 100 V) über die Netzspannungen (120 V bis 400 V) bis zur Hochspannung (mindestens 1000 V).

Anwendungen

Die im Rahmen des SmartPM-Projekts entwickelten Halbleiter finden in folgenden Geräten Einsatz: Waschmaschinen (Auslieferung von jährlich ca. 75 Mio. Waschmaschinen und Wäschetrocknern), Kühlschränke (ca. 90 Mio. jährlich), Kühl-Gefriergeräte (ca. 9 Mio. jährlich), Geschirrspüler (ca. 23 Mio.  jährlich) und Raumklimageräte (ca. 65 Mio. jährlich). Außerdem Netzteile für Notebook-Computer (ca. 130 Mio. Geräte weltweit im Jahr 2008) sowie Plasma- und LCD-Displays und TV-Geräte mit energieeffizienter Standby-Schaltung (weltweit ca. 10 Mio. Stück im Jahr 2008).

Hinzu kommen medizinische Geräte wie Ultraschallgeräte und Röntgenapparate, von denen im Jahr 2008 weltweit etwa 95 Mio. produziert wurden. Das Forschungsprojekt SmartPM läuft bis zum Januar 2012. Sein Gesamtbudget beträgt ca. 20 Millionen Euro, die zur Hälfte die Partner aus Wirtschaft und Forschung aufbringen. Zudem unterstützen das Projekt das European Nanoelectronics Initiative Advisory Council (ENIAC) mit 3,3 Millionen Euro und nationale Organisationen mit über 6 Mio. Euro.