Infineon gründet Joint Venture in Südkorea

Mit dem Leistungsmodul-Joint-Venture »LS Power Semitech« will Infineon einen schnelleren Zugang zum asiatischen Markt für Haushaltsgeräte bekommen.

Joint-Venture-Partner von Infineon ist das südkoreanische Unternehmen LS Industrial Systems. Ziel des Joint Ventures ist die Entwicklung, Fertigung und Vermarktung von Leistungsmodulen für Haushaltsgeräte. Konkret handelt es sich um das Leistungsmodul CIPOS von Infineon. Es wird zur Motorsteuerung in Kühlschränken, Klimaanlagen oder Waschmaschinen eingesetzt. Von dem Gemeinschaftsunternehmen verspricht sich Infineon einen besseren Zugang zum Haushaltsgeräte-Markt in Asien.

Infineon bringt neben den IPs auch Prozess-Know-how in das Joint Venture mit ein. Außerdem soll die Back-End-Fertigung der Module von Regensburg an den neuen Standort Cheonan, rund 160 km südlich der Hauptstadt Seoul, verlagert werden. Die rund 25 Mitarbeiter in Regensburg, die diese Back-End-Fertigung bisher gemacht haben, sollen bei Infineon gehalten werden. Die Chips wird Infineon aus seinem Villacher Werk liefern. Schon Anfang nächsten Jahres soll die Serienproduktion der CIPOS-Module in Korea beginnen.

Darum geht es: Die CIPOS-Module sind 50,4 mm x 30,2 mm groß. Sie enthalten einen Frequenzumrichter für dreiphasige Motoren, einen SOI-Gate-Treiber (Silicon on Insulator), Bootstrap-Dioden, Kondensatoren und Hilfsschaltungen.

LS Industrial Systems gehört zur südkoreanischen LS Group und wird 54 Prozent der Anteile an dem neuen Joint Venture halten. Die restlichen 46 Prozent hält Infineon. Die LS Group hat sich 2005 vom LG-Konzern abgespalten.