Infineon geht in die Kurzarbeit

Nun sind auch die rund 4000 Infineon-Mitarbeiter in München von der Kurzarbeit betroffen. Damit arbeiten fast alle deutschen Infineon-Mitarbeiter kurz.

Die Kurzarbeit für München, die Infineon-Chef Bauer bereits schon im Februar angekündigt hatte, wurde jetzt beschlossen. Damit werden ab dem 1. April weitere 4200 Infineon-Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt. Diese Regelung gilt zunächst für sechs Monate. Zum Standort München gehören auch kleinere Infineon-Standorte in Ulm oder Augsburg. Die durchschnittliche Kurzarbeit soll bei 20 Prozent der Arbeitszeit liegen, was in etwa einem Arbeitstag entspricht.

Damit werden sich ab April fast alle deutschen Mitarbeiter von Infineon in Kurzarbeit befinden. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in Deutschland liegt derzeit knapp über 9000.

Bereits im Januar hatte Infineon die Kurzarbeit in Regensburg eingeführt. Im Februar war Dresden dazugekommen und seit März auch Warstein. An diesen drei Standorten arbeiten insgesamt 4800 Menschen.

Infineon leidet wie alle großen Halbleiterhersteller unter extrem niedrigen Fab-Auslastungen.

Infineon-Chef Bauer hatte bei der Bekanntgabe der Geschäftszahlen zum ersten Quartal gesagt, dass er alles versuchen werde, um nicht weitere Arbeitsplätze abbauen zu müssen.