IMEC: Ein erster Schritt für die CleanC-Standardisierung

Einen neuartigen Programmierstil für C-Code, genannt CleanC, stellt das unabhängige belgische Forschungs- und -Entwicklungszentrum IMEC vor. Damit soll es möglich sein, das Potenzial von Multiprozessor-SoCs besser auszunutzen. Ein kostenlose CleanC-Analyse-Plug-In-Tool ist ab sofort erhältlich.

Um das Potenzial und die Performance von Multiprozessor-SoCs auszunutzen, ist es laut IMEC notwendig, dass der Input-Code im so genannten CleanC geschrieben werden. CleanC ist ein sequentieller C-Code, der Multiprozessor-freundlich aufgebaut ist.

Um CleanC zu erzielen, hat IMEC ein Analyse-Tool entwickelt, das den Applikations-Code analysiert und Verletzungen der CleanC-Programmierform verbessert. IMEC bietet sein CleanC-Analyse-Plug-In kostenfrei an. Das CleanC-Tool ist ein Plug-In für die Eclipse/CDT-Entwicklungsumgebung für C- und C++-Applikationen. Zusätzlich extrahiert und visualisiert es den Funktionsaufruf. Die interaktive CleanC-Umgebung erlaubt die Ermittlung von Fragmenten des sequentiellen C-Codes, die normalerweise für MPSoC-Designtools schwer zu analysieren sind und so zu suboptimalen Ergebnissen führen.

»Durch das CleanC-Analyse-Plug-In wollen wir einen Standard für die Codeform einführen, der den Code für Multiprozessor-Parallelisierungs- und Mapping-Tools analysierbar macht«, soRudy Lauwereins, Vice President Nomadic Embedded Systems bei IMEC. »Ein solcher Standard würde die bestehenden Plattformen interoperabel für EDA-Tools und Applikations-Programmcodes machen«.