IC-Preise steigen

Das Marktforschungsunternehmen IC Insights hat die IC-Preise vom Januar mit den Preisen vom Dezember sowie der letzten beiden Jahre verglichen. Sie kamen zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Zwar wagt IC Insights noch keine Prognose darüber, ob es sich bei der Preisentwicklung um einen Trend oder um eine Momentaufnahme handelt. Es gäbe allerdings Hinweise darauf, dass die Preise für ICs in diesem und im nächsten Jahr weiter steigen.

So hätten die Hersteller von elektronischen Geräten derzeit sehr niedrige Lagerbestände an ICs. Jede Erhöhung der Nachfrage würde die Preise nach oben gehen lassen. Außerdem gibt es im Zuge der Wirtschaftskrise weniger IC-Anbieter durch Übernahmen oder Konsolidierungen. Die Auslastung der 300-mm-Fabs läge bei 85 Prozent, 200-mm-Linien würden komplett geschlossen. Außerdem gäben die Firmen deutlich weniger Geld für Equipment aus.

Nimmt man all diese Faktoren zusammen, könnten ab der zweiten Jahreshälfte, wenn der Bedarf durch das Weihnachtsgeschäft wieder steigt, die IC-Preise deutlich ansteigen.

Anstieg des durchschnittlichen Verkaufspreis im Vergleich von Januar 2009 zum Dezember 2008

Analog-ICs+ 10 Prozent (höchster Wert seit April 2007)
Mikroprozessoren+ 23 Prozent (höchster Wert seit September 2008)
MCUs+ 5 Prozent (höchster Wert seit Juni 2008)
8-bit-MCUs+ 22 Prozent (höchster Wert seit Dezember 2008)
32-bit-MCUs+ 9 Prozent (höchster Wert seit April 2008)
Logik-ICs+ 2 Prozent (erstmals seit zwei Jahren teurer als 2 Dollar)
DRAMs+ 5  Prozent
NAND-Flash+ 17 Prozent (höchster Wert seit Juni 2008)
ICs ingesamt+ 4 Prozent (höchster Monats-Wert seit November 2007)