Mikroelektronik IC-Gehäuse hält bis +1000 °C

Immer häufiger muss Elektronik hohen Temperaturen widerstehen, was dem IC-Gehäuse viel abverlangt. Ein neues nichtmagnetisches Keramikgehäuse von Kyocera hält bis +1000 °C stand.

Ein Keramikgehäuse, das auf der bewährten HTCC-Technologie (High Temperature Co-Fired Ceramics) basiert, das auch für Hochtemperaturanwendungen von bis zu +1000 °C geeignet ist, hat Kyocera entwickelt. Durch die Platinmetallisierung eignet sich das Gehäuse für mikroelektronische Bauteile in nichtmagnetischen Anwendungen in Branchen wie Medizin, Industrie und Avionik. Darunter fallen etwa hochempfindliche medizinische Geräte wie Magnetresonanztomografen, elektronische Anwendungen in der Aeronautik wie Atomuhren oder Sensoren, Vakuumgeräte in der Elektronenmikroskopie, aber auch Geräte für andere industrielle Anwendungen wie beispielsweise Tiefbohrsysteme zu Erkundungszwecken.

So ist beispielsweise der drahtlose SAW-Temperatursensor von Vectron, der Temperaturen von bis zu +600 °C erfassen kann, auf Basis des Kyocera-Gehäuses entwickelt worden. Maßgefertigte Gehäuseprofile für individuelle Anwendungsmöglichkeiten sind auf Wunsch lieferbar. Anschlusskontakte lassen sich zum Beispiel variabel einplanen, und das Gehäuse kann, falls erforderlich, auch für Aufbaumontage kompatibel entwickelt werden.