Harwin: Steckverbinder für den Industriemarkt

Im Bereich Luft- und Raumfahrt hat der englische Steckverbinderhersteller einen guten Ruf. Diesen will er nun auf den Industriemarkt – speziell in Deutschland – ausdehnen. Dazu wurde jetzt hierzulande eine Niederlassung eröffnet und das Produktportfolio Schritt für Schritt erweitert.

»Wir wollen im deutschen Industriemarkt Fuß fassen und unserer asiatischen Konkurrenz die Stirn bieten«, lautet das erklärte Ziel von Wolfgang Pohl, Geschäftsführer der deutschen Harwin-Niederlassung. Dass dies nicht einfach wird, ist Pohl klar, aber er sieht Harwin sehr gut aufgestellt dafür. »Neben den Standard-Steckverbindern sind kundenspezifische Lösungen unsere Spezialität, wobei wir von der Galvanik über das Stanzen bis zum Werkzeugbau alles selber machen und damit eine hohe Qualität erreichen«, so Pohl. Eine weitere Stärke sei die hohe Verfügbarkeit; im englischen Lager in Portsmouth sind von jedem Produkt ca. 50.000 Einheiten vorrätig. »Im Steckverbindergeschäft geht die Verfügbarkeit vor dem Preis«, nennt Pohl den Grund für diese Lagerhaltung.

Doch nicht nur damit will Harwin punkten, sondern auch mit neuen Produkten, die speziell für den Zielmarkt Industrie entwickelt werden. So wird demnächst die Essential-Serie (Platinen-Steckverbinder) vorgestellt und existierende Produktfamilien werden erweitert. Damit will Pohl eine Umsatzsteigerung von 60 Prozent in Deutschland erreichen. Ein durchaus realistisches Ziel, denn der Harwin-Umsatz in Deutschland belief sich im letzten Jahr auf rund 1 Million Euro, und laut Pohl sei der Zielmarkt etwa 680 Millionen Euro groß. Damit bleibt noch viel Potenzial für Wachstum.