Halbleitermarkt schrumpft weniger stark als erwartet

Statt minus 24,1 Prozent nur noch minus 22,4 Prozent - die Marktforscher von Gartner haben ihre Prognose für den weltweiten Halbleitermarkt leicht nach oben korrigiert.

Der weltweite Umsatz mit Halbleitern soll in diesem Jahr ein Volumen von 198 Milliarden Dollar erreichen. Das wären auf der einen Seite 22,4 Prozent weniger als 2008. Das wären aber auch 1,7 Prozent mehr, als das ursprünglich von Gartner prognostizierte Minus von 24,1 Prozent.

Neben einem besser als erwartet gelaufenem PC-Geschäft im ersten Quartal, hätte vor allem der starke Abbau von Lagerbeständen im vierten Quartal und im Januar und Februar zu der leichten Verbesserung beigetragen. Das hat auch dazu geführt, dass die Nachfrage nach Bauelementen und Komponenten seitens der Hersteller, unter der Nachfrage der Kunden gelegen hat.

Für das zweite Quartal geht Gartner von einem Wachstum von 4,9 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal aus. Trotzdem gäbe es – bis auf China – kaum Hinweise darauf, dass die Nachfrage sich wieder merklich bessert. Grund dafür sei die Rezession und die damit verbundene Konsum-Zurückhaltung.

Der größte Teil des weltweiten Umsatzes mit Halbleitern wird Gartner zufolge mit ASSPs erzielt, die ein Volumen von 51,9 Milliarden Dollar erreichen sollen. Das ist immerhin gut ein Viertel des diesjährigen Marktes. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz allerdings noch um 24 Prozent höher. Auf dem zweiten Platz kommen die Speicher, auf die ein Umsatz von knapp 40 Mrd. Dollar entfallen soll – 16,8 Prozent weniger als 2008. Damit wird in diesem Jahr mehr Umsatz mit Speichern gemacht, als mit Prozessoren, MCUs und DSPs. Das war im vergangenen Jahr noch nicht so. Der Umsatz mit diesen Bauteilen sinkt um 23,6 Prozent auf rund 37 Mrd. Dollar.