Halbleitermarkt: iSuppli korrigiert Prognose nach unten

Das Wachstum für den weltweiten Halbleitermarkt hat iSuppli von 10,6 Prozent auf 8,2 Prozent nach unten korrigiert. Trifft die revidierte Vorhersage ein, so erreichen die Halbleiterhersteller in diesem Jahr einen Umsatz von insgesamt 281,4 Mrd. Dollar.

Für die erforderliche Korrektur macht iSuppli eine Kombination aus mehreren Faktoren verantwortlich: abgeschwächstes Wachstum im Handy-Markt, Überbestände in den Lagern und fallende Preise für Speicher. Erst kürzlich hatte iSuppli bekannt gegeben, dass die Überbestände im ersten Quartal stärker als erwartet auf 2,8 Mrd. Dollar gesunken sind. Das sei aber immer noch hoch genug, um den weltweiten Halbleitermarkt negativ zu beeinflussen.

Außerdem werde sich das Wachstum für Handys deutlich abschwächen, was sich auf den Gesamtmarkt für Telekommunikations-Equipment auswirkt: Konnten die Hersteller hier 2006 noch einen Zuwachs von 8,2 Prozent auf 193,9 Mrd. Dollar verzeichnen, so wird der Markt in diesem Jahr nur um 4,3 Prozent auf 202,3 Mrd. Dollar steigen. Laut Gary Grandbois, Principal Analyst von iSuppli, trägt der Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAMs am meisten bei. isuppli hatte für 2007 ursprünglich einen Anstieg um 13 Prozent prognostiziert, geht jetzt aber davon aus, dass der Umsatz in diesem Sektor um nur 8,6 Prozent auf 36,9 Mrd. Dollar steigen wird.

2006 hatten sich die DRAM-Hersteller noch um einen Umsatzsprung von 35,2 Prozent auf 33,9 Mrd. Dollar gefreut. Weil der Anteil der DRAMs am Gesamtmarkt für Halbleiter 2007 bei 13,1 Prozent liegen wird, haben Veränderungen deutlich spürbare Auswirkungen auf den Gesamtmarkt.
Hinzu kommt, dass sich der Umsatz mit Flash-Speichern sogar rückläufig entwickelt: vor allem wegen der Schwäche im NAND-Sektor soll er 2007 um 3,3 Prozent sinken, nachdem er 2006 um 11,1 Prozent zugelegt hatte.
Insgesamt werden 2007 weltweit elektrische Geräte im Wert von 1490 Mrd. Dollar verkauft, 6,3 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Auch das liegt deutlich unter dem Wachstum von 7,8 Prozent 2006, aber immer noch über dem durchschnittlichen jährlichen Wachstum der Fünfjahresperiode bis 2011.