Halbleitermarkt Europa: Leichtes Wachstum

Im Mai 2006 betrug der Umsatz mit Halbleitern in Europa nach Angaben der WSTS (World Semiconductor Trade Statistics) 3,21 Mrd. Dollar, was gegenüber dem April 2006 einem Rückgang um 0,7 Prozent entspricht, gegenüber dem Mai 2005 aber einem Plus von 0,5 Prozent.

Die Zahlen könnten in Europa weit besser ausfallen, gäbe es die Mikroprozessoren nicht. Offenbar hat es im Markt deutliche Preissenkungen gegeben, denn Intel musste von März auf April massive Umsatzeinbußen im Bereich der Mikroprozessoren hinnehmen: Bis Mai 2006 brach der Intel-Umsatz mit Mikroprozessoren gegenüber der Vorjahresperiode um 20 Prozent ein. Weil die Mikroprozessoren rund 15 Prozent vom gesamten Halbleiterumsatz ausmachen, wirkt sich das auf die europäische Marktentwicklung entsprechend stark aus. Dass am Ende sogar noch ein kleines Plus herauskam, liegt daran, dass DRAMs, Flash-Speicher (vor allem die NAND-Flash-Typen), die diskreten Komponenten, Mikrocontroller, DSPs sowie die Standard-Analog- und Logik-ICs recht gute Wachstumszahlen verzeichnen konnten.

Der Umsatz im Jahr 2006 bis einschließlich Mai liegt in Europa um 3,0 Prozent unter dem des Vergleichszeitraums 2005. Weltweit erreichte der Umsatz mit Halbleitern im Mai 19,75 Mrd. Dollar, was gegenüber dem Mai 2005 einem Zuwachs von 9,4 Prozent und gegenüber April einem Plus von 0,7 Prozent entspricht. Der Umsatz in diesem Jahr bis einschließlich Mai liegt weltweit um 7,4 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.