Halbleiter: China-Trend geht weiter

Im Jahr 2013 soll der chinesische Halbleitermarkt ein Volumen von 100 Milliarden Dollar erreichen. Damit würde weltweit jeder dritte Chip in China verkauft.

Während der weltweite Halbleitermarkt im vergangenen Jahr um 6 Prozent zurückging, legte China noch einmal um 5 Prozent zu. Zwar wird die Wirtschaftskrise in diesem Jahr dazu führen, dass der chinesische Halbleitermarkt um 8 Prozent zurückgeht. Allerdings wird der weltweite Rückgang dem Marktforschungsunternehmen IC Insights zufolge bei ganzen 17 Prozent liegen.

Und wie geht es weiter? IC Insights geht davon aus, dass China im Jahr 2013 einen Anteil von 35 Prozent am weltweiten Halbleitermarkt haben wird. Derzeit sind es rund 25 Prozent. Rechnet man Taiwan mit dazu, dann werden es sogar 48 Prozent. Trifft diese Prognose ein, konzentriert sich fast die Hälfte des weltweiten Halbleitermarktes auf diese Region.

Chinas Anteil am weltweiten Halbleitermarkt soll von 14 Prozent im Jahr 2003 auf 35 Prozent im Jahr 2013 wachsen. Quelle: IC Insights

Auf den asiatisch-pazifischen Raum gerechnet (ohne Japan), werden China und Taiwan bereits in diesem Jahr rund 75 Prozent des gesamten Marktes abbilden. Bis 2013 soll der Anteil auf 80 Prozent steigen. Die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf dann u.a. auf Südkorea oder Singapur.

Diese Zahlen zeigen, dass der Trend, elektronische Geräte in China und Taiwan herzustellen, munter weitergeht. Verlierer dieses Trends sind die anderen asiatischen Staaten aber auch Europa und Amerika. So übertraf das Volumen des asiatisch-pazifischen Halbleitermarktes im letzten Jahr erstmals Amerika, Europa und Japan zusammen.