Glücklich, wer IP verkauft

Der Markt mit Halbleiter-IP konnte sich zwar den Marktkräften nicht entziehen, aber im Vergleich zu den eigentlichen Halbleitern wuchs dieser Markt im letzten Jahr stärker und auch in diesem Jahr soll noch ein Plus drin sein.

Semico Research hat ermittelt, dass der Umsatz mit Halbleiter-IP im letzten Jahr um 4,9 Prozent gewachsen ist. Das liegt zwar deutlich unter den sonst üblichen Wachstumszahlen, aber über dem Wachstum des Halbleitermarktes liegt es allemal. Die Analysten von Semico sind sogar der Überzeugung, dass die IP-Hersteller auch in diesem Jahr den Halbleiterherstellern mit Blick auf das Wachstum den Rang ablaufen werden.

Rich Wawrzyniak, Senior Analyst bei Semico: »Der IP-Markt wird selbst in diesem Jahr ein positives Wachstum erreichen. Wir gehen von 2,9 Prozent aus.« Dass dem so ist, macht Wawrzyniak an der Tatsache fest, dass immer mehr IPs in SoCs oder andere Bausteine integriert werden. Und der Trend hält an, denn Wawrzyniak erwartet für 2010 ein stärkeres Wachstum als 2009, für 2011 bis 2013 prognostiziert er wiederum, dass die Wachstumsraten nochmals höher sein werden.

»Allerdings werden die Zuwächse in diesen Jahren leicht unter den historischen Normen liegen«, so Wawrzyniak. In der Summe soll sich bis 2013 ein jährliches Durchschnittswachstum von 10 Prozent herauskristallisieren, was zu einem Marktvolumen von 4 Mrd. Dollar im Jahr 2013 führt.

Trotz der positiven Wachstumszahlen hat der IP-Markt in den letzten Jahren eine kräftige Konsolidierung durchlaufen. Wawrzyniak erklärt, dass zwischen 2000 und 2008 die Anzahl der IP-Unternehmen um 50 Prozent zurückgegangen ist. Aber diese Konsolidierung will er nicht als Marktschwäche interpretiert haben, sondern vielmehr als Zeichen dafür, dass der Markt sich selbst bereinigt und einige IP-Unternehmen ihre Position mit Hilfe der Konsolidierung deutlich gestärkt haben.

Wawrzyniak betont: »Die erfolgreichen IP-Unternehmen werden neue, innovative Produkte vorstellen und damit den Markt stimulieren, was zu neuen Designs und zu einer noch stärkeren Nutzung von IP führen wird.«