»Globalfoundries« startet in Dresden

Die ehemalige AMD-Fertigung in Dresden hat heute unter dem Namen Globalfoundries den Betrieb aufgenommen. Zuerst einmal wird jetzt investiert und ausgebaut.

Das neue Joint Venture zwischen AMD und der arabischen Advanced Technology Investment Company (ATIC) will erst einmal kräftig bauen.

So soll die Fertigung in Dresden einen neuen Namen bekommen und ausgebaut werden. Aus der jetzigen 200-mm-Fab 30/38 soll bis Ende des Jahres »Modul 2« mit einer 300-mm-Fertigung werden. Die Prozesstechnologie soll von SOI (Silicon on Insulator) auf Bulk umgestellt werden. Die dort gefertigten Chips werden in erster Linie Strukturgrößen von 32 nm haben.
 
Die bisherige 300-mm-Fab 36 wird als »Modul 1« weiterhin in SOI-Technologie und Strukturgrößen von 45 nm fertigen.

Ebenfalls noch in diesem Jahr will Globalfoundries mit dem Bau einer neuen Fab in den USA mit einem Investitionsvolumen von 4,2 Mrd. Dollar beginnen. Dort sollen einmal Chips in 32 nm und kleiner gefertigt werden.

Der größte Auftraggeber von Globalfoundries ist vorerst AMD. Neue Kunden sollen dazukommen. Derzeit prüft beispielsweise ARM, wie seine Kunden am besten die Prozesstechnik in Dresden für ihre Produkte nutzen könnten.

Die Zentrale des Unternehmens ist Sunnyvale in Kalifornien. Das neue Unternehmen hat weltweit 2800 Mitarbeiter, den größten Teil davon in Dresden.

Trotz der derzeitigen Wirtschaftskrise sieht Globalfoundries langfristig ein wachsendes Foundry-Geschäft.