Gewinneinbruch beim Branchenführer

Intel musste im vierten Quartal einen Gewinnrückgang von 90 Prozent hinnehmen. Für das erste Quartal 2009 gab der größte Halbleiterhersteller der Welt nur eine wage Prognose ab.

Intel erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 37,6 Milliarden Dollar bei einem Gewinn von 5,3 Mrd. Dollar. Das ist ein Umsatzrückgang von 2 Prozent und ein Gewinnrückgang von 24 Prozent.

Die Wirtschaftskrise bekam Intel im vierten Quartal voll zu spüren. Der Umsatz ging um 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um 19 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal zurück. Der Gewinn sank sogar um 90 Prozent von 2,3 Mrd. Dollar im Vorjahr auf 234 Mio. Dollar.

Der Grund für diese dramatische Entwicklung ist allerdings nicht nur die Wirtschaftskrise, sondern auch eine Abschreibung von über 1 Mrd. Dollar auf den WiMAX-Netzbetreiber Clearwire, an dem Intel beteiligt ist. Der Aktienwert des Unternehmens war im vergangenen Jahr stark gesunken.

Für die derzeitige Situation fand Intel-Chef Paul Otellini relativ geschmeidige Worte: »Der Prozess, der gerade in Wirtschaft und Industrie abläuft, ist ein ›Nullstellen‹ zurück zu einer neuen Grundlinie, von der wieder Wachstum ausgehen wird.« Otellini sagte außerdem noch, dass Intel seine Position, die Entwicklung und die Eroberung neuer Märkte weiter vorantreiben werde.

Erfolgreich lief im vierten Quartal der Atom-Prozessor. Der Umsatz mit dieser Prozessor-Familie stieg um 50 Prozent auf 300 Mio. Dollar.

Für das erste Quartal 2009 gab Intel nur eine wage Prognose ab. Mehr sei aufgrund der unsicheren Wirtschaftslage nicht möglich, teilte das Unternehmen mit. Intel geht von etwa 7 Mrd. Dollar Umsatz aus. Im ersten Quartal 2008 waren es 9,67 Mrd. Dollar.