Freescale setzt den Rotstift an

Mit Bekanntgabe der Zahlen für das dritte Quartal kündigte Freescale an, 10 Prozent der Belegschaft, also rund 2400 Mitarbeiter, weltweit abzubauen.

Mit dem Abbau der Belegschaft, der ab dem 4. Quartal beginnen soll, will Freescale die Kostenstruktur verbessern und so rund 400 Mio. Dollar pro Jahr einsparen. Der Jobabbau soll sich durch alle Bereiche ziehen. Damit reagiert Freescale auf das wirtschaftliche Umfeld sowie auf die Fokussierung auf Schlüsselmärkte wie Netzwerktechnik, Automotive und zunehmend auch Industrie-Elektronik sowie bestimmte Teile derKonsumelektronik, wo ein hohes Wachstum möglich sei.

Der Umsatz von Freescale ging im dritten Quartal auf 1,41 Milliarden Dollar zurück. Im dritten Quartal 2007 setzte Freescale noch 1,45 Mrd. Dollar um. CEO Rich Beyer bezeichnete die Zahlen als solides Ergebnis in schwierigen wirtschaftlichen Zeiten. Den Umsatzrückgang wies er besonders der stark nachlassenden Nachfrage der Automobil-Industrie zu.

Das Ergebnis vor Steuern (EBITDA) lag bei 387 Millionen Dollar. Allerdings weist Freescale für das dritte Quartal insgesamt einen Verlust von 3,37 Mrd. Dollar aus. Darin enthalten sind allerdings Abschreibungen in Höhe von 3,368 Mrd. Dollar.

Sie resultieren aus einer Wertberichtigung, die mit der drohenden schwächeren Nachfrage sowie mit dem angestrebten Ausstieg aus dem Handy-Chip-Markt zusammenhängt. Damit korrigiert Freescale seinen Wert mit Blick auf das Jahresende nach unten. Als Freescale 2006 von der Blackstone-Gruppe übernommen wurde, lag der Wert der Firma bei 17,6 Mrd. Dollar.

In Deutschland beschäftigt Freescale rund 330 Mitarbeiter.