FPGA-Signale breitbandig zum PC senden

abaxor hat eine BusProbe entwickelt, die interne FPGA-Signale mit hoher Bandbreite an den PC überträgt, ohne dass dort spezielle Hardware oder Treiber vorhanden sein müssen.

Beim Debugging größerer FPGA-Designs ist es oft notwendig, auf interne Signale und Busse zuzugreifen, ohne sie an Pins des FPGAs legen zu können. Mit den bekannten Debugging-Werkzeugen lassen sich keine großen Datenmengen speichern und die JTAG-Schnittstelle bietet nicht genügend Bandbreite für eine Online-Kopplung.

Mit der BusProbe kann der Entwickler den Signalfluss im vollständigen FPGA-Design auch über einen größeren Zeitraum und in realer Umgebung überwachen und auf Fehler triggern. Das Werkzeug wird ähnlich wie die Probes eines Oszilloskops verwendet, es verarbeitet aber an jedem Eingang einen kompletten Bus.

Messpunkte können an den Dateneingang vom ADC und zwischen die einzelnen Stufen einer Filterkette gelegt werden. Die Signale aus unterschiedlichen Stellen im Datenstrom sendet die BusProbe gemultiplext über ihren ATA-Core mit bis zu 30 MByte/s an den PC. Dort wird der Datenstrom per Software demultiplext.

Im PC erfolgt die Auswertung der Daten. BusProbe setzt bei der Übertragung der Daten auf die IDE-, genauer ATA/ATAPI-Schnittstelle. Durch eine USB-IDE-Bridge (USB-ATA) ist auch Hot-Plugging möglich, ohne dabei den Rechner öffnen zu müssen. Gegenüber dem Betriebssystem verhält sich die BusProbe wie eine Festplatte, von der die Daten mit gewöhnlichen Zugriffen gelesen werden können.