Foundry-Boom im zweiten Quartal

Nach drei Quartalen stetigen Umsatzrückgangs werden die Foundries im zweiten Quartal 2009 ein gewaltiges Wachstum verzeichnen. Das erwarten die Marktforscher von iSuppli. Fraglich ist jedoch, wie lange diese Phase anhält.

»Wie lange wird der Aufschwung anhalten?«, fragt iSuppli gleich zu Beginn seines neuesten Berichtes über die Entwicklung des weltweiten Foundry-Geschäfts. Damit zeigt sich, wie tief die Verunsicherung der Branche derzeit ist und wie schwer sich in die Zukunft schauen lässt.

Aber zu den Fakten: Im zweiten Quartal soll der Umsatz der Foundries auf 3,6 Milliarden Dollar steigen. Im Vergleich zum ersten Quartal ist das ein Wachstum von 59,3 Prozent.

Dieser Aufschwung war dringend notwendig, denn zuvor war es neun Monate lang steil bergab gegangen. Bereits im dritten Quartal 2008 war der Umsatz um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zurückgegangen.

Im vierten Quartal brach der Umsatz dann um 32,3 Prozent und im ersten Quartal 2009 noch einmal um 38,2 Prozent ein. Vergleicht man das erste Quartal 2009 mit dem ersten Quartal 2008, lag der Umsatzrückgang sogar bei 57,7 Prozent.

Als die wichtigsten Gründe für das Wachstum im zweiten Quartal führt iSuppli die radikale Verringerung der Halbleiter-Lagerbestände sowie viele neue Designs zurück. Allerdings geben die Marktforscher auch zu bedenken, dass es ein nachhaltiges Wachstum erst dann geben werde, wenn sich die weltweite Wirtschaft wieder erhole.

Im Vergleich zum Jahr 2008 sagt iSuppli den Foundries einen Umsatzrückgang von 26,5 Prozent voraus. Damit ist dieser Rückgang immer noch höher als der Rückgang des gesamten Halbleitermarktes, der neuesten Schätzungen zufolge um 21,3 Prozent schrumpfen soll. Bei der Analyse des Foundry-Geschäfts bezieht sich iSuppli auf die zehn größten Foundries.