Ersatzchips aus Texas für Uralt-Designs

Die Mikrocontroller-Serie 8031/8051 von Intel war Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre der Renner schlechthin. Auch heute gibt es noch viele Designs, die man u.a. auf Grund der aufwendigen Zulassungsverfahren nicht ändern möchte. Eine kleine Firma aus Texas verspricht, innerhalb von vier Wochen Ersatz-Chips zu liefern.

Die Mikrocontroller-Serie 8031/8051 von Intel war Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre der Renner schlechthin. Auch heute gibt es noch viele Designs, die man u.a. auf Grund der aufwendigen Zulassungsverfahren nicht ändern möchte. Eine kleine Firma aus Texas verspricht, innerhalb von vier Wochen Ersatz-Chips zu liefern.

Vor 30 Jahren gab es auf dem europäischen Markt nur zwei Anbieter von MCUs: Intel und Motorola. Motorola wurde im Automotive-Bereich genutzt und Intel in der Industrie-Automation und Medizintechnik. Aus diesen Zeiten sind diese MCUs immer noch im Einsatz, vor allem bei Aufzugssteuerungen und in der Bahntechnik. Weitere Applikationen sind auch Türsteuerungen bei U-Bahnen oder Seilbahnen. Auch in der Medizintechnik wie z.B. Infusionspumpen und anderen älteren Applikationen sind die 8031/8051 noch im Einsatz. Man hatte es auch nicht nötig, davon weg zu gehen, da es ja von vielen weiteren Herstellern Derivate des 8031/8051 gab und bis heute noch gibt. Seit Intel die 8-bit-Controller komplett abgekündigt hat, geben die Hersteller jedoch nach und nach dieses Geschäft auf.

Das Problem für die Kunden liegt jetzt darin, dass vor allem bei den oben genannten Applikationen eine Reihe von aufwendigen Zulassungen erforderlich ist und auch lange getestet werden muss. Diese Kosten stehen nicht im Verhältnis zu dem, was ein Ersatz-Chip kostet. Es bleibt den Kunden nur übrig, sich proaktiv mit Chips einzudecken, wobei man bei der heutigen RoHS-konformen Ware noch keine Erfahrung hat, was bei einer Langzeitlagerung passiert.