Epcos: 2008 insgesamt erfolgreich abgeschlossen

Der Hersteller von passiven Bauelementen konnte den seit 2006 anhaltenden Wachstumskurs auch 2008 fortsetzen. In diesem Jahr gibt es allerdings harte Einschnitte.

Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf rund 1,48 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,44 Mrd. Euro). Das EBIT erhöhte sich um 22 Prozent auf plus 105 Millionen Euro (Vorjahr: plus 86 Mio. Euro), die EBIT-Marge um einen Prozentpunkt auf 7 Prozent. Das Ergebnis nach Steuern stieg um 25 Prozent auf 64 Millionen Euro (Vorjahr: 51 Mio. Euro), das Ergebnis je Aktie um 27 Prozent auf 0,99 Euro (Vorjahr: 0,78 Euro). Des weiteren wurde der Netto-Cash-Flow um 39 Prozent auf plus 43 Millionen Euro verbessert.

Die weltweite Wirtschaftskrise indes hat Epcos in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2009 (1. Oktober 2008 bis 31. März 2009) voll erfasst und tiefe Spuren hinterlassen. Alle großen Abnehmerbranchen litten unter schwacher Nachfrage und drosselten in der Folge ihre Produktion deutlich; allen voran die Automobil-Elektronik, mit der das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 noch rund 27 Prozent seines Gesamtumsatzes erwirtschaftet hatte. Doch auch die Kunden aus der Informations- und Kommunikationstechnik, der Konsum-Elektronik sowie, mit leichter Zeitverzögerung, aus der Industrie-Elektronik senkten ihre Produktion teils erheblich.

Die Absatzschwierigkeiten der Kunden haben zu einem massiven Nachfragerückgang bei elektronischen Bauelementen geführt. In der Folge ging im Berichtszeitraum der Umsatz um 25 Prozent auf 546 Millionen Euro zurück (Vorjahr: 729 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf minus 81 Millionen Euro (Vorjahr: plus 36 Mio. Euro).

Fortlaufende Anpassung der Ressourcenplanung und Einsatzfaktoren

Epcos hat sich auf ein äußerst schwieriges Jahr 2009 eingestellt. Das Unternehmen überprüft laufend seine Ressourcenplanung und passt Einsatzfaktoren, wann und wo immer möglich, den sich ändernden Gegebenheiten an. Unter anderem werden die Investitionen in Anlagevermögen im Geschäftsjahr 2009 aus heutiger Sicht mit rund 110 Millionen Euro deutlich unter denen des Vorjahres liegen (155 Mio. Euro). Für Forschung und Entwicklung sind Aufwendungen in Höhe von rund 75 Millionen Euro und damit leicht unter Vorjahresniveau vorgesehen (81 Mio. Euro).

Außerdem war es in der 1. Hälfte des Geschäftsjahres 2009 unvermeidlich, die Anzahl der weltweit für den Bauelementeproduzenten tätigen Menschen um rund 6100 auf 22 200 zu verringern. Von dem Stellenabbau entfielen etwa 60 Prozent auf Leiharbeitnehmer und Beschäftigte bei Unterauftragsnehmern sowie rund 40 Prozent auf eigene Mitarbeiter.

Zusammenführung mit TDK-Bauelementegeschäft im Plan

Auf dem Weg in eine gemeinsame Zukunft unter dem Dach einer noch zu gründenden Gesellschaft kommen die Partner TDK und Epcos planmäßig und gut voran. Die Beteiligten gehen unverändert davon aus, dass die TDK-Hauptversammlung im Juni 2009 die Ausgründung des relevanten Bauelementegeschäfts aus dem TDK-Konzern genehmigen wird.

Die Gründung der neuen Gesellschaft, die dann auch die Beteiligung an Epcos halten wird, soll am 1. Oktober 2009 erfolgen. Aktuell hält der Hauptaktionär TDK nahezu 96 Prozent der Aktien von Epcos, doch im Rahmen einer Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) strebt TDK den Erwerb der Anteile aller Minderheitsaktionäre an.