Elpida: Hohe Verluste, Kauf von Qimondas Grafikspeicher

Der japanische Speicherhersteller Elpida generierte höhere Quartalsverluste als erwartet. Dennoch soll der Kauf von Qimondas Grafikspeicher-Bereich kurz bevorstehen.

Von April bis Juni 2009 generierte Elpida einen Verlust in Höhe von 42,31 Mrd. Yen (443,6 Mio. US-Dollar) gegenüber einem Verlust von »nur« 15,6 Mrd. Yen im gleichen Zeitraum 2008. Dabei handelt es sich um den siebten Quartalsverlust in Folge.

Obwohl sich der Preisrückgang bei DRAMs verlangsamt hat, was beim Marktführer Samsung zur Profitabilität zurückgeführt hat, konnte Elpida bislang nur dank staatlicher Hilfe überleben.

Gleichzeitig berichten japanische Online-Quellen, dass ein Kauf des Grafikspeicher-Bereichs des insolventen deutschen Speicherherstellers Qimonda unmittelbar bevorstehe. Damit würde Elpida neben Samsung und Hynix zum dritten nennenswerten asiatischen Hersteller von Grafikspeicher, der primär in Spielkonsolen und Multimedia-PCs zum Einsatz kommt, aufsteigen.

Qimonda hatte mehrfach betont, dass Geschäftsbeziehungen zu allen nennenswerten Spielkonsolen-Herstellern (Sony, Nitendo und Microsoft) bestehen. Da der Kaufpreis und andere Vertragsdetails offenbar noch verhandelt werden, könnte der Kauf allerdings wohl auch noch scheitern.