Elpida: Fab-Leasing statt DRAM-Fertigung?

Nach dem DRAM-Preisverfall dürfte deren Massenfertigung alles andere als profitabel sein. Elpida stellt nun NEC und Numonyx einen Teil seiner eigentlich für die DRAM-Fertigung vorgesehenen Anlagen zur Verfügung.

Numonyx will künftig einen Teil seiner NOR-Flash-Speicher in der 300-mm-Fab von Elpida in Hiroshima fertigen lassen. Die Produktion soll Mitte nächsten Jahres in 65-nm-Technologie starten. Später soll der Prozess auf 45 nm umgestellt werden. 

Im Juni hatte Elpida ein Joint Venture mit NEC zur Fertigung von Display-Treiber-ICs geschlossen. Die ICs sollen ebenfalls in Elpidas Fab in Hiroshima gefertigt werden. Wie bei Numonyx auch, gab Elpida an, die Anlagen somit profitabler nutzen zu können.

Elpida hatte die Fab in Hiroshima erst im vergangenen Jahr von 200-mm- auf 300-mm-Produktion umgestellt. Die Kapazität stieg damit von 50.000 auf 120.000 Wafer pro Monat. Ursprünglich sollte damit die DRAM-Fertigung erhöht werden. Die DRAM-Preise fielen jedoch so stark, dass Elpida im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 173 Millionen Euro einfuhr. Im April beschloss das Unternehmen sogar, die Vorstandsgehälter zu kürzen. So verzichtet CEO Yukio Sakamoto auf 50 Prozent seines Gehalts. Andere Vorstandsmitglieder bekommen 5 bis 10 Prozent weniger.

An dem Joint Venture mit NEC ist Elpida mit 20 Prozent beteiligt. Mit Treiber-ICs für den boomenden Display-Markt dürfte sich momentan auch mehr Geld verdienen lassen als mit DRAMs. Wieviel Numonyx für das Foundry-Abkommen mit Elpida zahlt, wurde nicht bekannt gegeben.