DRAM-Wachstum rüttelt Rangfolge durcheinander

Stühlerücken in der Rangfolge der Halbleiterhersteller: Insbesondere das Wachstum im DRAM-Markt hat einige Hersteller nach vorne katapultiert. Andere konnten ihre Position aufgrund der schwächelnden japanischen Hersteller verbessern.

Während sich sechs der im letzten Jahr weltweit führenden 25 Halbleiterhersteller über einen Umsatzzuwachs von mehr als 35 Prozent freuen durften, musste sich ein Drittel der Top 25 mit einem Wachstum von unter 9 Prozent – dem durchschnittlichen Anstieg 2006 – bescheiden. Das ist das Ergebnis der neusten Marktstudie von IC Insights. So verwundert es nicht, dass sich gegenüber der Top 25-Rangfolge 2005 im vergangen Jahr einiges geändert hat. Insgesamt gesehen waren die japanischen Firmen 2006 die Verlierer. Sechs der acht Hersteller, die 2006 in der Rangfolge abrutschten, sind japanische Unternehmen.
Im Sog des starken DRAM-Marktes, dessen Umsatz 2006 um 32 Prozent zulegte, konnten die Speicherhersteller Hynix, Qimonda und Elpida ihr Geschäft sogar noch weit überdurchschnittlich nach oben katapultieren.
Kräftig zugelegt hat auch AMD, wozu nicht zuletzt die Übernahme von ATI Technologies beigetragen hat. AMD liegt jetzt auf Platz 13 der Rangliste und wird laut IC-Insights wegen des Kaufes von ATI 2007 auf einen Platz unter den Top Ten vorrücken.
Das überdurchschnittliche Plus von 37 Prozent auf 5,8 Mrd. Dollar, das Sony 2006 erzielt hat, führt IC Insights hauptsächlich auf den internen Bedarf für die Playstation 3 zurück.
Mit einem Plus von 37 Prozent auf 3,7 Mrd. Dollar hat Broadcom seinen erstaunlichen Wachstumskurs 2006 fortgesetzt: Zwischen 2001 und 2006 wuchs das Unternehmen um durchschnittlich nicht weniger als 31 Prozent pro Jahr. Neben Broadcom finden sich zwei weitere fabless Unternehmen unter den Top 25: Qualcomm und Nvidea, die es mit einem Umsatz von 2,98 Mrd. Dollar gerade noch auf den 25. Platz geschafft hat.