DRAM-Preise sollen erneut fallen

Nachdem sich die DRAM-Preise etwas erholt hatten und im Mai sogar leicht gestiegen waren, warnt das Marktforschungsunternehmen iSuppli vor einem erneuten Preisrutsch.

Laut iSuppli hatten die DRAM-Preise im Frühjahr ihren Tiefpunkt erreicht. Seitdem hatten sie sich wieder ein wenig erholt. Einige Hersteller konnten im Juni sogar wieder Gewinne mit DRAMs einfahren.

Doch der Markt zeigt schon wieder Anzeichen, dass die Preise wieder fallen werden. Nam Hyung Kim von iSuppli sagt voraus, dass die DRAM-Preise bis Ende des dritten Quartals um 10 Prozent fallen werden.

Als Grund nennt er, dass sich die Lagerbestände bei den Kunden der DRAM-Hersteller im Vergleich zum zweiten Quartal erhöht hätten. So hätten die Hersteller, statt den ursprünglich geschätzten 10 Prozent, 15 Prozent mehr DRAMs ausgeliefert - laut Kim ein Indiz dafür, dass die hohen Lagerbestände der Hersteller zu ihren Kunden gewandert seien.

Dass sich die DRAM-Preise irgendwann einmal erholen werden, davon geht auch iSuppli aus. Die Frage ist nur wann. Zur Zeit würden die DRAM-Hersteller ihre Investitionen zurückfahren, was zu höheren Preisen führen könnte.

Andererseits würden die beiden größten DRAM-Hersteller Samsung und Hynix die Umstellung auf Strukturgrößen von unter 60 nm weiterhin aggressiv vorantreiben. Dadurch erhöht sich deren DRAM-Ausstoß, wodurch das Überangebot weiterhin erhalten bleibt. Durch diesen Faktor könnte sich die Erholung des Marktes bis zum zweiten Halbjahr 2009 hinziehen.