DRAM-Preise: Hynix schließt Fab

Aufgrund der schlechten Marktsituation schließt Hynix seine 200-mm-DRAM-Fab im amerikanischen Bundesstaat Oregon. Bis zu 1400 Jobs sind betroffen.

Die Produktion in der Fab in Eugene soll Ende September eingestellt werden. Als Grund nannte Hynix die schlechten Marktaussichten, die sich aus dem starken Preisverfall bei DRAMs ergeben.

Im vergangenen Jahr war der DRAM-Preis um ca. 50 Prozent gesunken. Im Geschäftsjahr 2007 musste Hynix einen Gewinnrückgang von über 80 Prozent hinnehmen. Allein im vierten Quartal wies der Speicher-Hersteller einen Verlust von fast 500 Millionen Dollar aus.

Als weiteren Grund nannte Hynix, dass die 200-mm-Anlage der 10 Jahre alten Fab veraltet sei. Der größte Teil von DRAMs wird mittlerweile auf 300-mm-Fertigungslinien hergestellt.

Wie es mit der Speicher-Fab in Eugene weitergehen soll, ist noch nicht klar. Eine Option ist, dass Hynix die komplette Fab inklusive Ausrüstung an einen anderen Halbleiterhersteller verkauft.

Nach Angaben lokaler Medien sollen 1100 Mitarbeiter sowie 300 Jobs bei Zulieferern von der Schließung der Fab betroffen sein.

Hynix plant auch 200-mm-Fabs in Südkorea auf andere Produkte umzustellen oder als Foundry zu verwenden. Eine weitere Option wäre ebenfalls die Schließung einiger Fabs.