DRAM-Markt 2007: Einbruch um 11%

Gartner hat jetzt nach WSTS das Wachstum des Halbleitermarktes ebenfalls nach unten korrigiert.

Die Analysten prognostizieren jetzt einen Umsatz für 2007 von 269,2 Mrd. Dollar, was gegenüber 2006 einem Plus von 2,5 Prozent entspricht. Ursprünglich hatte Gartner mit plus 6,4 Prozent gerechnet. Für 2008 sehen die Auguren einen Zuwachs von 8,7 und für 2009 von 7,2 Prozent voraus. Ebenso wie WSTS nennt  Gartner den Einbruch der DRAM-Preise und den harten Preiskampf unter den Prozessorherstellern als Ursache für das eher schwache Wachstum in diesem Jahr. Doch auch im Bereich der ASSPs fielen die durchschnittlichen Verkaufspreise.

Im ersten Quartal 2007 lag der Umsatz mit Halbleitern laut Gartner um 5 Prozent unter dem des Vorjahresquartals. Der Druck auf die durchschnittlichen Verkaufspreise werde laut Richard Gordon, Research Vice President von Gartner, für den größten Teil dieses Jahres anhalten. Für den Speichermarkt prognostiziert Gartner einen Rückgang um 4,7 Prozent, der Umsatz mit DRAMs soll sogar um 11,1 Prozent auf 30,5 Mrd. Dollar zurückgehen – trotz eines steigenden Bit-Wachstums.

Für General Purpose-Analog-ICs erwartet Gartner jetzt ein Plus von 6,3 Prozent, für diskrete Komponenten von 4,3 Prozent. In den meisten Sektoren würden laut Gordon die Lagerbestände jetzt abnehmen – früher als erwartet, die Halbleiterhersteller würden ihren Ausstoß sehr genau steuern, um die Lagerbestände unter Kontrolle zu halten.