Intoino DIY Kits Do-It-Yourself-Baukasten für das Internet der Dinge

Zwei Turiner Elektronik-Profis wollen das Internet der Dinge für jedermann. Ihre Intoino-Entwicklungskits sind vorgefertigte Baukästen, mit denen selbst Laien smarte IoT-Anwendungen entwickeln sollen. Doch ist dieses Arduino-Projekt wirklich das »Lego für Entwickler«?

Man nehme Sensoren, ein Arduino-Board, ein WLAN-Modul und die passenden Apps – fertig ist der Bausatz für das Internet der Dinge. Auf diese Weise möchten die Italiener Marco Bestonzo und Dario Trimarchi auch Elektronik-Einsteiger für die Vernetzung sämtlicher Haushaltselektronik begeistern. Sie bieten verschiedene Bastelsets an, zum Beispiel für die Wohnung oder den Garten. Hat man die Komponenten einmal verbunden, informiert einen das Smartphone beispielsweise über Rauchentwicklung in der Küche oder zu trockene Blumenerde im Gemüsebeet.

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Intoino: IoT-Kit für Bastler

Internet der Dinge aus dem Baukasten: Startup Intoino

Idee und Unterstützung der Netzgemeinde

Die großen Hersteller von Haushaltsgeräten arbeiten meist an eigenen IoT-Konzepten, die sie sich von den Kunden später teuer bezahlen lassen wollen. Die Intoino DIY Kits bieten Tüftlern dagegen die Möglichkeit, selbst mit den Funktionen des Internets der Dinge zu experimentieren. Acht verschiedene Pakete sind im Angebot, komplett mit allen nötigen Sensoren und Kabeln. Die Preise reichen dabei von 107 Euro für das Einzelkit bis 1.800 Euro für ein Schulklassen-Set. Allerdings ist die Finanzierung des Projekts noch nicht gesichert, aktuell werben die Erfinder auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo um Unterstützer.

Die Technik

Die Grundlage von Intoino bildet das Arduino-Board »Leonardo«, mit dem die Sensoren verkabelt werden müssen. Die Kommunikation mit dem Internet übernimmt die »Intoino Bulb«, eine Platine in Form einer Glühbirne. Darauf befinden sich unter anderem ein Mikrocontroller rund das WLAN-Modul (siehe Bilderstrecke). Gesteuert werden die Anwendungen dann aus der Ferne. Dafür gibt es eine Intoino-App, mit der man auch ohne Programmierkenntnisse den nötigen Code generieren kann.

Fazit

Die Maker-Szene boomt: Der Lern-Computer Raspberry Pi erfreut sich globaler Beliebtheit und selbst Smartwatches im Eigenbau sind kein Ding der Unmöglichkeit mehr. Wirklich günstig sind die Intoino-Bausätze allerdings nicht. Und ein paar Elektronik- und Programmierkenntnisse sollte man schon mitbringen, um ein erfolgreiches Projekt zu realisieren. Gerade für Schulklassen dürften die Sets aber eine interessante Ergänzung zum klassischen Informatikunterricht sein. Vorausgesetzt, die Netzgemeinde macht genügend Geld locker. In den kommenden vier Wochen müssen nämlich noch mindestens 58.000 Dollar zusammenkommen. Frühestens im September werden die ersten Intoino-Bausätze verschickt.