Displays kleiner 10 Zoll: Markt wächst, Preise fallen

Im gesamten Jahr 2006 wurden mehr als 2 Mrd. kleinformatige Displays ausgeliefert, das ist ein Plus von 35 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005.

Bei den Umsätzen sieht die Situation weniger rosig aus; die Hersteller erzielten zwar einen Umsatz von 21,3 Mrd. Dollar, doch das ist etwa 1 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Grund sind die fallenden Preise: Im Durchschnitt mussten die Anwender im Jahr 2006 etwa 25 Prozent weniger für ein Display bezahlen als im Jahr zuvor. Die Analysten gehen davon aus, dass die Preise auch in diesem Jahr fallen werden – um weitere 20 Prozent.

Was zieht die Preise nach unten? An einer zu geringen Nachfrage kann es kaum liegen. DisplaySearch Vice President Dale H. Maunu bestätigt: »Viele Hersteller produzieren am Kapazitätslimit.« Doch Maunu spricht auch von einem harten Wettbewerb in der Branche. Ziel vieler Hersteller sei es, einen der vorderen Plätze im Ranking zu erobern: »Wer noch nicht zu den Top-Herstellern gehört, der will das ändern – und macht Druck am Markt, vor allem über die Preise.«

Doch zurück zu den Zahlen: Im vierten Quartal 2006 produzierten die Hersteller rund 572,4 Mio. kleinformatige Displays; das sind 12 Prozent mehr als im Quartal zuvor und 9 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Sie erzielten einen Umsatz von 5,3 Mrd. Dollar. Für das erste Quartal 2007 prognostizieren die Analysten ein Produktionsvolumen von 511,3 Mio. Displays, was einem Rückgang von 11 Prozent im Vergleich zum Vorquartal entspräche. »Der Rückgang ist rein saisonal bedingt«, so die Analysten. Der Umsatz soll sich auf 4,6 Mrd. Dollar belaufen, was 13 Prozent weniger wären als im Quartal zuvor.

Nach Umsatz gerechnet führt Sharp die Hersteller-Riege an, gefolgt von TMDisplay und Sanyo Epson. Auf Platz Nummer 4 liegt Samsung SDI. Nach Stückzahlen gerechnet, fällt das Ranking allerdings anders aus; dann gehört der erste Platz Samsung SDI. Auf dem Platz 2 folgt Sharp (Nummer 1 bei den LTPS-TFT-LCDs), dann Wintek und Sanyo Epson.