»Die letzte Schlacht bei den DRAMs hat begonnen«

Mit einer Unterstützung von 1,7 Milliarden Dollar hat der angeschlagene japanische Speicherhersteller Elpida als erstes japanisches Unternehmen überhaupt finanzielle Hilfe vom Staat bekommen.

Neben einer Zahlung in Höhe von 313 Mio. Dollar durch die Development Bank of Japan wurden auch Kredite in Höhe von rund 1,05 Mrd. Dollar gewährt. Weiteres Geld in Höhe von 208 Mio. Dollar kommt von der neu gegründeten taiwanesischen Speicherfirma Taiwan Memory Company (TMC), unter deren Dach die mit dem Rücken zur Wand stehenden taiwanesischen Speicherhersteller wie ProMOS oder Powerchip nach Regierungswillen zusammengeführt werden sollen. Elpida wurde kürzlich als Technologiepartner für TMC auserkoren. Laut Elpidas CEO Yukio Sakamoto soll TMC zukünftig 10 Prozent der Elpida-Anteile übernehmen.

In Bezug auf die übermächtige Konkurrenz aus Korea (Samsung, Hynix) fügte er hinzu: »Die letzte Schlacht bei den DRAMs hat begonnen.« Hynix hatte in einer Art Subventionswettlauf bereits 2001 und 2002 signifikante Staatshilfe erhalten und erst kürzlich weitere 600 Mio. US-Dollar im Rahmen der Finanzkrise beantragt.

Elpida hatte im abgelaufenen Quartal 147 Mrd. Yen Verlust (rund 1,5 Mrd. Dollar) eingefahren und den 3. Platz in der Speicherhersteller-Rangliste an Micron verloren. Während Elpida nach eigenen Angaben pro Gbit DDR2-Speicher einen Abgabepreis von 1,5 bis 2 US-Dollar benötigt, um profitabel arbeiten zu können, beläuft sich dieser zur Zeit auf rund 1,10 Dollar.