Die größten Chiphersteller 2007

Die Marktanalysten von Gartner haben die Reihenfolge der 10 umsatzstärksten Chiphersteller für 2007 aufgestellt: Intel ist wie immer mit Abstand Nummer 1, AMD verlor prozentual am meisten und Toshiba konnte dank der PlayStation 3 deutlich zulegen.

2007 wurden 273,9 Milliarden Dollar mit Halbleitern umgesetzt. Das sind 3,8 Prozent mehr als im Jahr 2006. Weit vor allen anderen war Intel das Unternehmen, mit dem höchsten Umsatz und dem größten Marktanteil. So setzte Intel im letzen Jahr 33,8 Mrd. Dollar um und wuchs damit um 10,7 Prozent. Damit erzielte Intel 12,3 Prozent des weltweiten Halbleiterumsatzes.

Das Unternehmen mit dem höchsten Wachstum im letzten Jahr war Toshiba. Der Umsatz wuchs um 20,8 Prozent auf 11,8 Mrd. Dollar. Das meiste Geld verdiente Toshiba mit ASICs für die PlayStation 3 sowie mit NAND-Flash und Bildsensoren für Handys. In der Reihenfolge der 10 größten Hersteller machte Toshiba einen Sprung von Platz 6 auf Platz 3.

Den größten Umsatzrückgang musste AMD hinnehmen. Durch die Übernahme von ATI, die teurer als erwartet für das Unternehmen wurde und durch den Verlust von Marktanteilen an Intel, sank der Umsatz um 20,9 Prozent.

Gewinner im DRAM-Wettbewerb war über das gesamte Jahr gesehen Hynix. Das Unternehmen konnte den Umsatz mit DRAM um 19,1 Prozent steigern. Laut Gartner gelang es Hynix die Kapazitäten am besten auszubauen. So profitierte Hynix am stärksten von den zu Beginn des Jahres noch höheren DRAM-Preisen. Aufgrund dieser hohen Kapazitäten traf es Hynix am Ende des Jahres aber auch besonders hart. Im vierten Quartal 2007 machte Hynix fast 500 Millionen Dollar Verlust, was einen Großteil des Jahresgewinns aufzehrte.

Wie sich der Markt dieses Jahr entwickeln wird ist weiterhin unsicher. Dazu Richard Gordon von Gartner:  »Aufgrund der gesteigerten Angst vor einer Rezession müssen Halbleiterhersteller nicht nur die Leistung ihrer Kunden und Märkte verfolgen, sondern auch die Kaufgewohnheiten der Endnutzer beobachten, um frühzeitig Signale für eine sinkende Nachfrage oder für neue Möglichkeiten zu erkennen.«

Eine drohende Rezession könnte sich als Problem aber auch als Chance erweisen: » Zeiten der Unsicherheit sind oftmals ideal geeignet, die Produkt- und Anwendungsportfolios zu stärken, ohne überhöhte Preise zu bezahlen, « so Gordon weiter.

Seite 2: Die Rangfolge der 10 größten Halbleiterhersteller 2007