Interview mit Mike Britchfield, Analog Devices »Die Aussichten für den Analogmarkt sind aufregend«

Mit Mike Britchfield hat Analog Devices einen neuen Vice President Sales EMEA. Die Elektronik-Redaktion nahm die electronica als Anlass, mit Britchfield über die aktuelle Unternehmensstrategie zu sprechen – und vor allem auch darüber, wie sich Analog Devices auf der Messe präsentiert.

Analog Devices tritt auf der electronica mit dem Leitmotto „Go Anywhere with Analog“ auf. Was wollen Sie mit diesem Motto ausdrücken?

Mike Britchfield: Wenn wir sagen »Go anywhere with Analog«, dann meinen wir das auch, vor allem wenn wir im Gespräch mit unseren Kunden sind und sie durch die Bereitstellung von Leistung und Expertise bei schwierigen Design-Challenges unterstützen. Unsere Kunden suchen nach Produkten, die einen Unterschied für sie ausmachen. Um ihre Partnerschaft und Loyalität zu gewinnen, fokussieren wir uns darauf, die Geschwindigkeit und das Ausmaß der Innovation zu erhöhen, die wir liefern. Das ist unserer Meinung nach ein kritisches Unterscheidungsmerkmal. Mit der Stabilität unserer Lieferkette sind wir gut vorbereitet, um die Risiken auf uns zu nehmen, die mit bahnbrechenden Innovationen einhergehen.

 

Wie findet sich das Motto auf dem Messestand wieder?

Mike Britchfield: Analog Devices rückt auf seinem Messestand in Halle 4, Stand 159, sein vielfältiges Portfolio ins Rampenlicht. Die Lösungen sollen den Kunden beim Nutzen von Chancen unterstützen, die sich in der heutigen, von Sensoren und Vernetzung geprägten Welt bieten. Wir haben unseren Messeauftritt in fünf einzelne Bereiche zu Trends aus Industrie und Gesellschaft gegliedert, die wir für wegweisend halten. Diese fünf Bereiche haben wir »Analog to ►Advanced Efficiency«, »Analog to ►Always Connected«, »Analog to ►A Higher Standard«, »Analog to ►Automated« und »Analog to ►Advantage« genannt.

Analog Devices hat im Juli die Übernahme des auf Chips zur Verarbeitung sehr hochfrequenter Analogsignale spezialisierten Unternehmens Hittite Microwave abgeschlossen. Welche Ziele verbinden Sie mit der Akquisition und wie ist die bisherige Kundenresonanz ausgefallen?

Mike Britchfield: Das ADI-Portfolio reicht nun über das gesamte HF-Frequenzspektrum, Mikrowellen und Millimeterwellen. Das wird durch unser Franchising im Bereich Signalverarbeitung noch ergänzt. Wir glauben, dass unsere Kunden von vollständigen Lösungen sowie der großen Bandbreite von Anwendungsmöglichkeiten profitieren werden. Potenzielle Zielapplikationen sind zum Beispiel in der Verteidigungselektronik, Kommunikationsinfrastruktur und Fahrzeugsicherheit zu finden. Wir freuen uns sehr, dass das Hittite-Team jetzt bei Analog Devices ist. Dadurch können wir einen größeren Mehrwert für unseren Kunden und unsere Aktionäre schaffen.

Legen Sie auf der electronica einen speziellen Fokus auf den neu erworbenen Geschäftsbereich?

Mike Britchfield: Indem wir beide Portfolios und das Know-how von Analog Devices und Hittite kombinieren, können wir den Kunden ein Rundumpaket bieten, das die Verarbeitung des Frequenzspektrums von Antenne zu Bits und zurück ermöglicht. Wir sind damit ein Anbieter, der alle HF-Bedürfnisse stillen kann, und glauben, dass Hittite unsere Position als strategischer Anbieter stärken wird.

Welche Produkte von Hittite stellen Sie auf der electronica gesondert dar?

Mike Britchfield: Dieses Jahr auf der electronica werden HF und Mikrowellen zentrale Themen für uns sein. Der »Analog to ►Always Connected«-Bereich am Stand zeigt, wie Analog Devices Konnektivität, Zuverlässigkeit und Innovation in der Welt der Mobilfunk- und Mikrowellen-Kommunikationsinfrastrukturen, der industriellen Instrumente, der Automotive-Applikationen sowie der Aerospace- und Rüstungs-Anwendungen zusammenbringen will. Drei Demos am Stand sollen die Möglichkeiten im Bereich HF und Mikrowellen verdeutlichen. In der ersten Demonstration wird High-Speed-Konnektivität anhand von zwei Hochgeschwindigkeits-Analogmodulen in Verbindung mit HF-Transceivern und FPGAs gezeigt. Zum zweiten präsentiert Analog Devices zusammen mit Xilinx eine komplette 60-GHz-Funk-Backhaul-Lösung für Kleinzellen. Bei der dritten Demo handelt es sich um einen einfachen Signalanalysator mit Sigma-Delta-ZF-Empfangssubsystem.