Deutscher Halbleitermarkt: ZVEI stellt auf Dollar um

Die Werte zur Entwicklung des Deutschen Halbleitermarktes vom ZVEI kamen für den Juli erstmals in Dollar. Damit sollen die Zahlen international vergleichbarer werden.

Der neuen Rechnung entsprechend ging der Umsatz mit Halbleitern in Deutschland im Juli um 0,2 Prozent gegenüber dem Juni zurück. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz um 4 Prozent. Insgesamt wuchs der deutsche Halbleitermarkt damit in den ersten sieben Monaten um 1 Prozent.

In Euro gerechnet wäre das Wachstum mit minus 12 Prozent für diesen Zeitraum zumindest rechnerisch deutlich schlechter ausgefallen. Der ZVEI begründete den Umstieg von Euro auf Dollar mit dem hohen Wechselkursunterschied zwischen beiden Währungen. Dadurch seien zum Beispiel die Zahlen des Deutschen Halbleitermarktes nicht mehr mit dem weltweiten Markt vergleichbar gewesen. Den überwiegenden Teil ihres Umsatzes würden die deutschen Halbleiterhersteller sowieso im Dollar-Raum erzielen.

Die Auftragseingänge legten in Deutschland im Juli mit knapp einem Prozent wieder leicht zu. Die Book-to-Bill-Ratio stieg von 0,97 auf 0,98.