Deutscher Halbleitermarkt: Minus 16 Prozent

Der monatliche Umsatzrückgang am deutschen Halbleitermarkt hat sich im zweistelligen Bereich eingepegelt. Auch die Aufträge sind deutlich zurückgegangen. Verbesserung ist nicht in Sicht.

Den neuen Zahlen des ZVEI zufolge lag der Umsatz am deutschen Halbleitermarkt im April um 16 Prozent unter dem Umsatz des Aprils 2007. Damit hat der Umsatz den niedrigsten Stand seit Juni 2003 erreicht.

Im März hatte dieser Vergleichswert ebenfalls bei minus 16 Prozent gelegen, im Februar bei minus 10 Prozent. In den ersten 4 Monaten ging der Umsatz am deutschen Halbleitermarkt nunmehr um 15 Prozent zurück.

Hauptgrund für den hohen Rückgang ist der Dollar-Kurs, der den Weltmarkt bestimmt. Der ZVEI spricht bei den Zahlen daher von »massiven Auswirkungen« des Euro-Dollar-Kurses. In Dollar gerechnet wäre der deutsche Halbleitermarkt im April um 3 Prozent zurückgegangen. Besonders deutlich ging der Umsatz mit ICs zurück. Grund dafür sind vor allem niedrigere Preise bei Mikroprozessoren.

Auch die Book-to-Bill-Ratio, das Verhältnis von Auftragseingängen zum Umsatz, ging deutlich unter den Wert 1,0 auf 0,94 zurück. Der Rückgang bei den Auftragseingängen ist demnach bei fast minus 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angelangt.

Für das Gesamtjahr kann der ZVEI keine Tendenzen zur Verbesserung der Lage erkennen.