CPU wird fast vollständig entlastet

Mit dem XMEGA A3B hat Atmel ein neues Mitglied der 8/16-bit-XMEGA-Familie herausgebracht. Die Architektur dieser Familie soll die CPU-Aktivität um 98 Prozent reduzieren.

Die Mikrocontroller der XMEGA-Familie sind 8-bit-Mikrocontroller mit einer 16-bit-Erweiterung für Multiplikationen. Sie sind mit einem achtkanaligen  »Event System« ausgestattet. Es regelt die Kommunikation zwischen den Peripherieeinheiten unabhängig von der MCU und entlastet sie von der Interruptverarbeitung. Die Reaktionszeit auf einen Interrupt beträgt maximal 62,5 ns.

Außerdem gibt es einen vierkanaligen DMA-Controller, der die Kommunikation zwischen Peripherie und Speicher regelt. Dadurch wird die MCU ebenfalls entlastet.

Bei der Auslastung aller 8 Kanäle nehmen die XMEGA-Prozessoren bei einem Takt von 32 MHz 11 mA auf. Die ALU (arithmetisch-logische Recheneinheit) kann direkt auf die 32 8-bit-Register zugreifen. Im Ruhe-Modus (sleep mode) nehmen die XMEGA-Prozessoren einen Strom von 100 nA auf. Die Aufwachzeit beträgt 5 µs.

Dem neuen XMEGA A3B steht darüber hinaus ein so genanntes Batterie-Backup-System zur Verfügung. Wenn die Energieversorgung des Prozessors zu niedrig ist, wechselt er innerhalb von 0,8 ms zu einer Backup-Batterie. Eine 30 mAh-Knopfzellenbatterie in dieser Funktion reicht 10 Jahre.

Der Flash-Speicher der XMEGA-Prozessoren ist zwischen 16 bis 384 KByte groß. Bei 32 MHz erreichen sie eine Rechenleistung von 32 MIPS. Die Versorgungsspannung liegt zwischen 1,6 V und 3,6 V.