CES 2009: Consumer-Elektronik im Eishauch der Rezession

Unsicherheit auf Seiten der großen Consumer-Elektronik-Hersteller über das Kaufverhalten ihrer Kunden, das war der prägende Eindruck der diesjährigen Consumer Electronics Show. Damit hängen auch ihre Technologielieferanten, etwa aus der Halbleiterbranche, in der Luft.

Keine revolutionären Produktneuvorstellungen: Die Aussteller auf der Computer Electronics Show (CES) in Las Vegas hielten es ganz offensichtlich nicht für angebracht, in Zeiten der Rezession Endkunden mit der Markteinführung ganz neuer, spektakulärer elektronischer Gadgets zu ködern.

Parallel zur wirtschaftlichen Entwicklung hat auch das Besucherinteresse an der CES spürbar nachgelassen: Nach über 140.000 Besuchern im Vorjahr fanden dieses Mal nur noch etwa 110.000 den Weg ins Spielerparadies Las Vegas.

»Wir können die Kosten kontrollieren, wir können Strategien kontrollieren«, stellte denn auch Christos Lagomichos, Executive Vice President and General Manager von NXP Semiconductors Home Business, auf der CES fest, »was wir aber nicht kontrollieren können, ist die Nachfrageentwicklung des Marktes.«

Da die Hersteller von Consumer-Elektronik momentan nur Kurzzeit-Vorhersagen wagen, sei die Situation auch für die Chiplieferanten derzeit sehr unübersichtlich. Der Mangel an klaren Aussagen darüber, wie es weitergehen wird, dürfte mit einer der Gründe gewesen sein, warum Randy Fry, President von Fry’s Electronics, so viele CEOs wie noch nie in den letzten Jahren auf der CES gesehen hat, »und sie haben sich nicht in Meeting-Räumen versteckt, sondern waren wirklich vor Ort auf dem Messegelände präsent und unterwegs«.