Beherrschungsvertrag zwischen Sumida und Vogt electronic

Das Wort »Beherrschungsvertrag« klingt nicht gerade positiv. Trotzdem sollen bei Vogt electronic viele Angelegenheiten einfacher werden, wenn Hauptaktionär Sumida das Kommando übernimmt.

Der japanische Sumida-Konzern hält derzeit knapp 85 Prozent der Aktien von Vogt electronic. Bisher verhindert das Aktiengesetz, dass sich die angestrebten Synergien tatsächlich umsetzen lassen oder wenn doch, dann nur mit einem hohen Aufwand.

So läuft der gesamte interne Entscheidungsprozess – zum Beispiel ob eine von Sumida vorgeschlagene Maßnahme umgesetzt werden soll – derzeit nur unter Einschaltung des Vorstands von Vogt electronic, Fachabteilungen und externen Rechtsanwälten ab.

Alle Entscheidungen der japanischen Konzernmutter müssen vom Vogt-Vorstand überprüft werden, ob nicht ein Nachteil für das Unternehmen entsteht. Wenn das so ist, muss Vogt electronic die Angelegenheit prüfen und einen finanziellen Ausgleich verlangen. Das ist selbst dann so, wenn Sumida dadurch ein Vorteil entsteht.

Mit Abschluss eines Beherrschungsvertrages entfallen nun die laut Aktiengesetz vorgeschriebenen Prüfungs-, Dokumentations- und Bewertungspflichten. Die angestrebten Synergien und Wettbewerbsvorteile können somit schneller erreicht werden.