Bauelemente-Distribution: Deutschland wächst gegen Trend

Der deutschen Bauelementedistribution ist es gelungen, den Schwung von 2006 mit ins Jahr 2007 zu nehmen und das Rekordquartal von Januar bis März 2006 im ersten Quartal 2007 noch einmal zu übertreffen.

Der kumulierte Umsatz der im FBDi organisierten Distributoren wuchs um 9,3 Prozent auf knapp 710 Millionen Euro. Die Auftragslage kühlte sich leicht ab, ein Rückgang der Aufträge im ersten Quartal von -2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr führte zu einer leicht unterdurchschnittlichen Book-to-Bill-Rate von 0,99.

Bei der umsatzstärksten Produktgruppe, den Halbleiterbauelementen, wuchs der Umsatz um 9 Prozent auf 505 Millionen Euro. Das entspricht einem Anteil am FBDi-Gesamtumsatz fürs erste Quartal von 71 Prozent. Die passiven Bauelemente legten etwas stärker zu (plus 10,6 Prozent), auf 107 Millionen Euro, was einem Anteil an FBDi Gesamt von ca. 15 Prozent entspricht. Ebenfalls zweistellig wuchsen die elektromechanischen Komponenten, die um 12,9 Prozent auf 81 Millionen Euro stiegen (11 Prozent des FBDi Gesamtumsatzes). Weiterhin stark im Aufwärtstrend liegen Stromversorgungen, die um 11,4 Prozent wuchsen. Der einzig negative Produktbereich in der FBDi Meldestatistik waren die Displays mit einem Minus von 9,3 Prozent.

»Interessanterweise hält sich der positive Trend in Deutschland erheblich länger als in den anderen großen Märkten Europas. Neben Osteuropa war Deutschland im ersten Quartal die einzig wirkliche Wachstumsregion. Es ist zu hoffen, dass die abkühlende Nachfrage eine sanfte Landung nach sich zieht bzw. nur ein kleines Zwischentief darstellt«, sagt FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet). Für das Gesamtjahr rechnet der FBDi mit einem mittleren einstelligen Wachstum.