Authentifizierungs-Chip mit integriertem Temperatursensor

Mit dem neuen Authentifizierungs-Chip Origa SLE95050 von Infineon lassen sich zum Beispiel gefälschte Akkus erkennen. Gleichzeitig wird die Temperatur beim Laden überwacht.

Für seinen neuen Authentifizierungs-Chip Origa SLE95050 verwendet Infineon die Verschlüsselungs-Technologie ECC (Elliptische-Kurven- Kryptografie). Dabei handelt es sich um ein asymmetrisches Kryptografieverfahren. Für Verschlüsselung und Entschlüsselung werden zwei unterschiedliche Schlüssel verwendet. Das heißt: ein Schlüssel steckt in dem Origa-Chip, der sich zum Beispiel in dem Akku befindet. Der andere Schlüssel kann per Software in das Hostsystem wie etwa Digitalkameras oder Handys übertragen werden.

Wird nun ein Akku verwendet, der nicht authentifiziert ist, startet der Ladevorgang nicht. Einziges Problem an der Sache ist, dass nur Original-Akkus verwendet werden können. Billigere Akkus anderer Hersteller lassen sich dann nicht mehr verwenden.

Die Version »Origa SLE95050F1« überwacht mit einem Sensor zudem die Temperatur beim Laden des Akkus. Wird sie zu hoch, wird der Ladevorgang abgebrochen oder das Gerät ausgeschaltet. Damit reagiert Infineon auf die neuesten Richtlinien aus Japan, nach denen eine Temperaturüberwachung für Lithium-Batterien vorgeschrieben ist.

Der Authentifizierungs-Chip kann auch bei anderen Anwendungen eingesetzt werden, etwa bei Druckerkartuschen, medizinischen Einwegartikeln, Kopfhörern, Lautsprechern oder Ladegeräten.

Der SLE95050 ist für einen Temperaturbereich von -25 °C bis +85 °C spezifiziert. Die Versorgungsspannung reicht von 2 V bis 5,5 V. Die Produktion des SLE95050 startet Ende 2008, erste Produkte sollen in der zweiten Jahreshälfte 2009 auf den Markt kommen.