Austriamicrosystems: Chip für CT-Detektor-Elektronik

Austriamicrosystems hat ICs für das neueste Computertomographie-System »Somatom Definition« von Siemens Medical Solutions entwickelt. Das IC erfasst die Signale in Echtzeit und digitalisiert sie sehr genau, was zu einer sehr hohen Bildauflösung und Bilderfassungsgeschwindigkeit führt.

Das Ergebnis sind CT-Bilder von bisher nicht erreichbarer Qualität und Detailgenauigkeit, die eine wesentlich höhere Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Diagnose ermöglichen. Ein einziges CT-System von Siemens kann über 1000 ICs von Austriamicrosystems enthalten, wobei die sehr große Anzahl von Messkanälen einen extrem hohen Integrationsgrad erfordert.

Die neuen ICs, die Austriamicrosystems mit einem 0,35-µm-CMOS-Prozess fertigt, sitzen im CT direkt hinter den Fotodioden – jede Diode stellt ein Pixel dar – und messen Ströme im Bereich von pA. Das bedeutet, dass über den gesamten Temperaturbereich nur sehr geringe Leckströme auftreten dürfen, die deutlich unterhalb der pA-Schwelle liegen.

Auf dem Chip, der die Daten von 32 Pixeln auswertet, sind vier hochgenaue achtkanalige Sigma-Delta-A/D-Wandler mit einer Auflösung von jeweils 20 Bit integriert, die die digitalen Signale direkt an den DSP zur Weiterverarbeitung senden. Weil 32.000 Pixel gleichzeitig aufgenommen werden, benötigt ein System 1000 dieser neuen Chips. Das endgültige scharfe CT-Bild mit einer Auflösung von mehreren Millionen Pixeln kommt über den Scan-Vorgang zustande.