Internet der Dinge ARM kauft Sensinode

ARM übernimmt den finnischen Softwareanbieter Sensinode und bietet dessen Technologien künftig über eigene Vertriebswege an. Mit dem Deal will ARM die Entwicklung von Anwendungen für das Internet der Dinge voranbringen.

Die erste Übernahme seit dem Ankauf von Prolific im Jahr 2011 ist eine strategische Entscheidung. ARM begnügt sich nicht mit Smartphones und Tablets, sondern will darüber hinaus noch viele weitere elektronische Geräte mit seinen Technologien ausstatten. Da Industrie-Roboter, Autos, Weiße Ware, medizinische Komponenten oder andere Gerätschaften einen Onlinezugang und damit auch einen Prozessor benötigen, um am Internet der Dinge teilzunehmen, besteht hier ein riesiges Wachstumsfeld für ARM. Eine Studie von IMS Research geht davon aus, dass bis 2020 etwa 30 Milliarden vernetzte Geräte existieren. Über die finanziellen Umstände der Akquisition wurde nichts bekanntgegeben.

Das private Startup Sensinode war an der Entwicklung der 6LoWPAN und CoAP-Standards für preiswerte Low-Power-Geräte beteiligt. Außerdem spielte es seine entscheidende Rolle bei der Etablierung der offenen Standards IETF, ZigBee IP, ETSI und OMA. ARM wird Sensinodes Produkte NanoStack und NanoService, die OMA Lightweight M2M unterstützen, weiterhin anbieten. In Verbindung mit den ARM-Cortex-Prozessoren sollen sie die Grundlage für kabellose Sensoren, kommunizierende Geräte oder tragbare Computer bilden. Über das ARM mbed-Projekt werden Entwickler Zugang zu Sensinodes Software erhalten, um zeitnah Anwendungen für das Internet der Dinge entwickeln zu können.