AMD wird fabless

Mithilfe milliardenschwerer Investitionen aus Abu Dhabi will AMD seine gesamte Chipfertigung in einem neuen Unternehmen ausgliedern, provisorisch »The Foundry Company« genannt.

Die Advanced Technology Investment Company of Abu Dabhi, kurz ATIC, hat dem amerikanischen Halbleiter-Unternehmen zugesagt, innerhalb der nächsten 5 Jahre insgesamt bis zu 8 Milliarden Dollar in die neue Foundry zu investieren. Mit den Investitionen plant die »Foundry Company«, bestehende AMD-Fertigungsstandorte auszubauen und ein neues Werk in Saratoga County, New York zu errichten.

Für den Standort Dresden heißt das, dass die Chipfertigung auch unter neuer Führung weiter ausgebaut wird. Eines der Werke in Dresden soll laut Aussagen von AMD unter der Führung der »Foundry Company« zu einer der modernsten Chipfertigungsstandorte weltweit ausgebaut werden.

Das geplante Werk in New York soll vor Ort 1400 Stellen schaffen und nimmt für sich in Anspruch, bei Fertigstellung die einzige unabhängige Foundry der USA zu sein. Der Vorstand der »Foundry Company« wird sich zu gleichen Teilen aus Vertretern von AMD und den Investoren ATIC zusammensetzen.

Die ATIC, die zu hundert Prozent Eigentum der Regierung von Abu Dhabi ist, erhält mit einem Anteil von 55,6 Prozent die Mehrheit an der »Foundry Company«. AMD behält die verbleibenden 44,4 Prozent.