AMD und Freescale mit hohen Verlusten

Die Halbleiterhersteller AMD und Freescale mussten im zweiten Quartal 2009 jeweils Verluste von über 300 Mio. Dollar hinnehmen.

Das Geschäftsjahr 2009 entwickelt sich für die Prozessorhersteller AMD und Freescale nicht positiv. AMD generierte nach einem Verlust von 416 Mio. Dollar im ersten Quartal nun einen Verlust von 330 Mio. Dollar, der Umsatz blieb mit 1,184 Mrd. Dollar fast identisch. Im Vergleich zum gleichen Quartal 2008 ist die Entwicklung allerdings positiv, 2008 verlor man noch 1,195 Mrd. Dollar. Trotzdem ist damit zur Halbzeit des Geschäftsjahres 2009 ein Gesamtverlust von 746 Mio. Dollar zu verzeichnen.

Freescale setzte 824 Mio. Dollar um, 2008 waren es vor dem Verkauf der Handy-Sparte noch 1,47 Mrd. Dollar. Allerdings brach auch das MCU-Geschäft ein: Statt 460 Mio. Dollar im Jahr 2008 konnten nur noch Chips im Wert von 238 Mio. Dollar verkauft werden. Nachdem man im ersten Quartal 2009 351 Mio. Dollar Verlust generiert hatte, kommen im zweiten Quartal weitere 345 Mio. Dollar Verlust hinzu. In Summe hat Freescale im Geschäftsjahr 2009 damit einen Verlust von 696 Mio. Dollar zu verzeichnen.

Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Finanzinvestor Blackstone, der wesentlich am Kauf von Freescale für 17,6 Mrd. Dollar im Jahr 2006 beteiligt war, den Wert des Unternehmens Ende 2008 auf 180 Mio. Dollar korrigiert hat – auf nur noch 15 Prozent der Summe, die man ursprünglich investiert hatte.

Auch die Carlyle Group, ein weiterer Investor, hat angeblich den Wert seiner Beteiligung gegenüber dem Kaufpreis um 85 Prozent heruntergesetzt.