AMD streicht weitere 1100 Stellen

Nachdem sich AMD im vergangenen Jahr schon von über 2000 Mitarbeitern getrennt hat, sollen nun weitere Stellen wegfallen. Dresden ist von diesen Maßnahmen zwar nicht betroffen, allerdings könnte es dort bald Kurzarbeit geben.

Das berichten amerikanische Medien. So schreibt das Wall Street Journal, dass neben dem Stellenabbau auch der ehemalige AMD-Chef Ruiz sowie sein Nachfolger Dirk Meyer auf 20 Prozent ihres Gehalts verzichten wollen. Auch die Belegschaft soll zwischen 5 und 10 Prozent weniger Lohn bekommen.

Die Fertigung in Dresden ist von dem Stellenabbau nicht betroffen. Am 10. Februar stimmen die Aktionäre über die Ausgründung der Fertigung in die arabische »Foundry Company« ab. Die Details für diesen Übergang stehen bereits fest. Eine Sprecherin von AMD sagte jedoch, dass der Standort auch von der globalen Wirtschaftskrise getroffen sei und man derzeit prüfe, ob die Mitarbeiter in die Kurzarbeit geschickt werden.

Bei 200 der 1100 Stellen handelt es sich außerdem um die Ausgliederung des Geschäftsbereichs für HF-Chips.

Im Dezember hatte AMD schon seine Umsatzprognose für das vierte Quartal um 25 Prozent gekürzt. Die derzeitige Wirtschaftskrise trifft den Chip-Hersteller mitten in der Umstrukturierung.

Im April 2008 hatte AMD schon bekannt gegeben, sich von 1600 Mitarbeitern zu trennen. Im Herbst waren weitere 600 Stellen dazugekommen. In den beiden Dresdner Fabs beschäftigt AMD derzeit 2800 Mitarbeiter.