AMD mit mehr als 3 Milliarden Verlust

Der Prozessorhersteller AMD hat im Geschäftsjahr 2008 einen Umsatz von 5,8 Mrd. US-Dollar erzielt und dabei Verluste in Höhe von 3,1 Mrd. US-Dollar eingefahren.

Allein im vierten Quartal 2008 sank der Umsatz gegenüber dem dritten Quartal 2008 um 35 Prozent, der Verlust betrug 1,42 Mrd. US-Dollar.

CEO Dirk Meyer machte in der Analystenkonferenz in der Nacht zum 23.1. für die nach 2007 (-3,38 Mrd. US-Dollar) erneut desaströsen Verluste primär die schwierigen Marktbedingungen verantwortlich, die zu sinkenden Preisen und weniger ausgelieferten Prozessoren bei den CPUs geführt haben. 

Bei den GPUs (Graphics Processing Unit) konnten steigende Stückpreise die sinkenden Stückzahlen nicht kompensieren. Neben den operativen Verlusten mussten auch Neubewertungen des Anlagevermögens vorgenommen werden. Kosten, die mit der Auslagerung der Fertigung in die Foundry Company zusammenhängen, blieben dagegen mit 23 Mio. US-Dollar vergleichsweise niedrig.

Meyer erwähnte auch, dass die Ausgaben für Forschung und Entwicklung reduziert wurden; er sieht die Produkt-Roadmap jedoch nicht in Gefahr. Diese sieht den Schwerpunkt zukünftiger Produkte im Notebook-Markt. Mobile Geräte und Netbooks, die Konkurrent Intel mit dem Atom-Prozessor adressiert, tauchten in dem Statement nicht auf.

Intel hatte kürzlich einen Jahresumsatz von 37,6 Mrd. US-Dollar und einen Gewinn von 5,3 Mrd. US-Dollar verkündet. Da der Gewinn im vierten Quartal 2008 auf »nur« 234 Mio. Dollar eingebrochen war, hatte Intel zur Kostensenkung unverzüglich den Abbau von 6000 Arbeitsplätzen angekündigt.