AMD: Hoffnung Quad-Core-Prozessoren

Für AMD verlief das Jahr 2007 alles andere als erfolgreich. Am Ende bilanzierte der Chip-Hersteller einen Verlust von fast 3,4 Milliarden Dollar. Der wachsende Computermarkt gibt AMD jedoch wieder Hoffnung.

Im Jahr 2007 erzielte AMD einen Umsatz von 6,013 Milliarden Dollar bei einem Verlust von 3,379 Milliarden Dollar.

Im Jahr 2006 brachte es AMD auf einen Umsatz von 5,6 Milliarden Dollar und einen Verlust von 166 Millionen Dollar.

Im vierten Quartal 2007 stieg der Umsatz im Vergleich zum dritten Quartal um 8 Prozent. Der Verlust lag bei 1,772 Milliarden Dollar. Diese Zahl ist deshalb so hoch, da sie eine Wertberichtigung von etwa 1,6 Milliarden Dollar enthält. Diese Wertberichtigung ergibt sich aus der 5,4 Milliarden Dollar teuren Übernahme von ATI, wofür AMD zu viel bezahlt hatte.

Im operativen Geschäft konnte AMD den Verlust im vierten Quartal auf 9 Millionen Dollar senken und wäre somit fast wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt.

Als Grund dafür führte AMDs Finanzchef Robert J. Rivet die hohe Verkaufszahl von Mikroprozessoren im vierten Quartal an. Allein der neue Quad-Core-Prozessor wurde 400.000 mal ausgeliefert. Außerdem profitierte AMD von höheren Verkaufspreisen und Reduzierungen der Kosten, so Rivet.

Der Computer-Bereich, wo AMD mit 1,4 Milliarden Dollar den größten Teil des Umsatzes erwirtschaftete, wuchs um 11 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Das hohe Wachstum von 22 Prozent im Bereich Server begründete AMD ebenfalls mit der Einführung des Quad-Core-Prozessors.

Im Jahr 2007 investierte außerdem die Mubadala Development Company aus den Vereinigten Arabischen Emiraten 608 Millionen Dollar in AMD.