Altium: »Es ist an der Zeit, das stückweise Entwickeln aufzugeben«

Cadence hat kürzlich das Übernahme-Angebot für Mentor Graphics veröffentlicht. Nick Martin, CEO von Altium, glaubt daran, dass die derzeitigen Entwicklungen der EDA-Branche einen positiven Schub verpassen könnten.

Vor allem Unternehmen, die sich auf IC- und ASIC-Designs spezialisiert haben, könnten von einer solchen EDA-Hochzeit profitieren. »Wir sind der Überzeugung, dass Cadence durch die Übernahme die Führungsposition im IC-Design-Segment erlangen würde. Außerdem können durch die Fusion von Mentor Graphics und Cadence neue Ressourcen und Technologien geschaffen werden, die sich sowohl für Investoren als auch für die Kunden positiv erweisen könnten«, kommentierte Nick Martin das Übernahme-Angebot von Cadence.

»Wie auch immer das Endergebnis dieser Diskussion aussehen möge: Designer werden immer wieder neue innovative Wege finden müssen, um die nächste Generation ihrer Elektronik-Produkte auf den Markt zu bringen«, so Martin weiter. »Veraltete Design-Philosophien gehören der Vergangenheit an. Sie verlassen sich zwar auf verschiedene integrierte Tools, das Endergebnis ist aber das Gleiche: Die Daten werden zwischen den verschiedenen Design-Speichern hin und her geschoben.«

Laut Martin werden aber vereinheitlichte Ansichten des gesamten Design-Prozesses benötigt. Eine Ansicht, die jeden Aspekt des Board-Level-Designs umfasst, von der programmierbaren Hardware bis hin zur Software, die die zentrale Intelligenz des Produkts darstellt. »Wir bei Altium glauben daran, dass von Grund auf vereinheitlicht aufgebaute Design-Systeme die Innovations-Fähigkeiten der Designer unterstützen und so Produkte als Ganzes schneller entwickelt werden können.«