4-MBit-MRAMs für -40 bis +105 °C

Letzte Woche hatte Freescale angekündigt, ihre MRAM-Familie zu erweitern. Jetzt gibt es auch einen 4-MBit-Baustein für -40 bis +105 °C und einen 1-MBit-Baustein für den kommerziellen Temperaturbereich.

Freescale plant darüber hinaus, seine MRAM-Produktfamilie noch im dritten Quartal 2007 auf insgesamt neun Produkte für den kommerziellen, industriellen und erweiterten Temperaturbereich auszubauen. Außerdem steht auch ein 16-MBit-Baustein auf der Roadmap, der innerhalb der nächsten Jahre verfügbar gemacht werden soll. Dazu will Freescale die Technologie im nächsten Jahr auf 130-nm-Strukturen bringen, die derzeitigen Bausteine basieren auf 180-nm-Geometrien.

»Im darauf folgenden Schritt werden wir einen MRAM-Baustein mit seriellem SPI-Interface verfügbar machen«, erklärte David Bondurant, MRAM Product Manager, Consumer & Industrial Operations Microcontroller Division bei Freescale Semiconductor. Laut Bondurant hat Freescale mittlerweile eine ganze Anzahl von Stand-alone-MRAMs ausgeliefert. Der wichtigste Markt, in dem diese Speichertechnologie zum Einsatz kommt, sind seiner Aussage nach bislang Speicheranwendungen. Nachdem die Bausteine anfänglich 25 Dollar gekostet haben - ein stolzer Preis -, wurde jetzt auch der Preis gesenkt: Das 4-MBit-MRAM für den kommerziellen Temperaturbereich (MR2A16A) kostet bei Abnahme von 10.000 Stück 14,99 Dollar. »Damit sind wir preislich gegen Technologien wie FRAM oder nvSRAM durchaus konkurrenzfähig«, erklärt Bondurant weiter. Nachdem Freescale nicht zum Speicherhersteller werden will, sondern vielmehr an der Integration der Technologie in Controllern oder Ähnlichem interessiert ist, stellt sich die Frage, inwieweit hier Fortschritte erzielt wurden. Bondurant erklärt hierzu, dass es immer noch nicht klar ist, welcher Markt ein integriertes MRAM braucht. Aus heutiger Sicht sei klar, dass MRAM-Speicher unter 1 MBit Größe durchaus integriert werden können, über 1 MBit wäre eine Stand-alone-Lösung kosteneffektiver.